Luther und Erasmus über Freiheit (br-alpha)

https://screenshots.firefoxusercontent.com/images/b84e6a32-ea9b-4c50-a094-f0730a422e16.pnghttps://screenshots.firefox.com/P61XRovzQoLf0vAi/www.br.de

Eine interessante Diskussion zu der religionsphilosophischen Frage nach dem “freien Willen” zwischen dem Reformator und dem Humanisten (24.11.2017, LMU) …

https://www.br.de/mediathek/video/denkzeit-luther-und-erasmus-ueber-freiheit-av:5a15cb57fb1a88001c7350f9

  • ARD alpha
  • 30.12.2017, 22:30 Uhr
  • FSK: 0
  • 63 Min.
  • Online verfügbar bis 30.12.2022

 

The Greek New Testament (Tyndale House)

Grundlagenarbeit bleibt wichtig: Tyndale House (Cambridge) hat mit Unterstützung von Crossway ein neue Ausgabe des griechischen NTs produziert:

Mitarbeiter waren u.a. die beiden Herausgeber Dr. Dirk Jongkind (St. Edmund’s College, University of Cambridge) and Dr. Peter Williams (Tyndale House, Cambridge).

The Greek New Testament (Tyndale House) weiterlesen

neue Artikel auf brink4u (2017)

Nicht vergessen: neben den Blogbeiträgen gibt es auf brink4u auch Artikel

Hier die Links auf Artikel die in 2017 neu sind:

neue Artikel auf brink4u (2017) weiterlesen

Sophie Scholl-Zitate als Weihnachtsgruß

Hans und Sophie Scholl mit Christoph Probst (v.l.n.r.). Abschied vor der Abfahrt zur Ostfront, München Juli 1942.Quelle: http://www.galen-archiv.de/index.php?option=com_content&view=article&id=20&Itemid=23

“Weihnachten”

19.) Wenn ich die Menschen um mich herum ansehe, und auch mich selbst, dann bekomme ich Ehrfurcht vor dem Menschen, weil Gott seinetwegen herabgestiegen ist. Auf der anderen Seite wird mir dies dann immer am unbegreiflichsten. Ja, was ich am wenigsten an Gott begreife, ist seine Liebe. Und doch, wüsste ich nicht von ihr! O Herr, ich habe es sehr nötig, zu beten, zu bitten. Ja, das sollte man immer bedenken, wenn man es mit anderen Menschen zu tun hat, dass Gott ihretwegen Mensch geworden ist. Und man fühlt sich selbst zu gut, zu manchen von ihnen herabzusteigen! O ein Hochmut! Woher habe ich ihn nur?
(Sophie Scholl, 12. Februar 1942)

Prädestination und freier Wille

32.) Die Prädestination und der freie Wille, diese beiden anscheinend nicht vereinbaren Gegensätze – jetzt machen sie mir eigentlich nicht mehr viele Schmerzen, obwohl ich sie so wenig erklären kann wie vorher. Dass Gott allwissend ist, daran glaube ich, und die notwendige Folgerung daraus ist, dass er auch von jedem einzelnen weiß, was nach der Zeit ist. Dies verlangt auch seine Eigenschaft als unendlicher Gott. Meinen freien Willen fühle ich, wer kann ihn mir beweisen
(Sophie Scholl, 12. Januar 1943)

33.) Ich glaube, es ist schon ein Unterschied zwischen Vorbestimmen und Vorauswissen. Vorbestimmung lässt sich für mich viel schwerer, fast gar nicht eigentlich, mit dem freien Willen vereinbaren. Vorherwissen viel eher, obwohl es noch unbegreifliches Geheimnis bleibt. Übrigens ist „Vorherwissen“ menschlich gesprochen, da Gott ja nicht an unsre Zeit gebunden ist, man müsste die Vorsilbe „Vorher“ streichen und nur Wissen sagen.
(Sophie Scholl, 12. Januar 1943)

Foto: Bundeszentrale für politische Bildung
http://www.bpb.de/geschichte/nationalsozialismus/weisse-rose/

STH Basel – Ringvorlesungen und mehr

STH

  • Ringvorlesung Reformation
    http://www.sthbasel.ch/de/medien/videos/ringvorlesung-reformation-aktuell.html
  • mit den Prof. Große, Mauerhofer, Seubert, Schweyer, Rother.
  • vgl. https://vimeo.com/212613338

Dort auch Vorträge von …

  • Prof. Dr. G. Mayer: Der Protestantismus vor dem Reformationsjubiläum
    http://www.sthbasel.ch/de/medien/videos/festvortrag-prof.-dr.-gerhard-maier.html
  • Ulrich Parzany: Säkularismus
    http://www.sthbasel.ch/de/medien/videos/gastvortrag-ulrich-parzany.html
  • Vorraussetzungen in der Theologie 2017 (Prof. Wachter, Prof. Seubert)
    http://www.sthbasel.ch/de/medien/videos/vorraussetzungen-theologie-2017.html

Review Mü. Hochschultage: Hat der Glaube ausgedient?

Hochschultage 2017eHST 2017 in München

Im November 2017 fanden bemerkenswerte Vorträge an der LMU in München statt. Die Vorträge der Hochschultage (HST) sind nun fertig geschnitten und stehen online:

  • https://cast.itunes.uni-muenchen.de/vod/playlists/bhSsdemZdN.html

Sehr empfehlenswert als weihnachtlicher Link.

  • Sola Fide (Prof. Peter Imming): Wird die Wissenschaft den Glauben begraben?
  • Sola Gratia (Dr. Alexander Fink): Muss ich mich für mein Leben rechtfertigen?
  • Sola Scriptura (Prof. Daniel von Wachter, Hans-Joachim Vieweger, Prof. Loren Stuckenbruck): Liefert die Bibel Good News oder Fake News?
  • Solus Christus (Volker Roggenkamp): Wer braucht Jesus?

Zu Sola Scriptura gab es auch eine Podiumsdiskussion.

vgl. V. Mangalwadi, der eine Woche zuvor am Reformationsfest (500 Jahre) ebenfalls in München zur Bibel o, 21. Jhdt. gesprochen hat: “Das Buch der Mitte”

  • https://www.brink4u.com/2017/10/21/countdown-vishal/
  • Video folgt

 

 

 

 

 

Johannes Hartl – Brückenkopf zwischen Katholizismus und Evangelikalismus

von Andreas Schnebel

  • Quelle: https://apologetblog.wordpress.com/2017/11/29/johannes-hartl-brueckenkopf-zwischen-katholizismus-und-evangelikalismus/

Johannes_Hartl.jpg

Johannes Hartl, deutscher katholischer Theologe, Buchautor, Referent, Liedermacher und Gründer und Leiter des Gebetshauses in Augsburg. So steht es bei Wikipedia. Ebenso steht dort, dass er in der „charismatischen Erneuerungsbewegung wesentliche Impulse für seinen christlichen Glauben“ erhalten habe.

Neulich bei HossaTalk, einem emergenten, links-evangelikalen Podcast: Johannes Hartl ist zu einem Gespräch eingeladen und erzählt unter anderem über seine Begegnung mit Gott.

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BVerfG – das dritte Geschlecht …

ANLASS

2016 reichte Vanja (26 Jahre, intersexuell), Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ein. Es ging um die Anerkennung eines „dritten Geschlechts“. Am 10.10.2017 war er/sie erfolgreich nachdem sein/ihr Antrag in den vorherigen Instanzen immer abgelehnt worden war.

Hintergrund: Seit 2007 galt in Deutschland dass das “Personenstandsgesetz” (PStG) im § 22 unter der Überschrift “Fehlende Angabe” verfügte, dass, – wenn bei der Geburt einem Kind kein eindeutiges Geschlecht zugeordnet werden “konnte” (!) – neben dem männlichen / weiblichen Geschlecht auch eine neutrale Geschlechtsangabe gewählt werden konnte:

(3) Kann das Kind weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zugeordnet werden, so ist der Personenstandsfall ohne eine solche Angabe in das Geburtenregister einzutragen. (PStG, § 22, Nr.3)

FAKTEN

Der sehr kleine betroffene Personenkreis [1], der aus biologischen Gründen weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zuzuordnen war, etwa weil beide Geschlechtsmerkmale (zum Teil) ausgebildet sind, konnte durch diese Regelung die Frage des Geschlechtes bei der Geburtsurkunde offenlassen, oder das Kind später einem der beiden Geschlechter zuordnen.

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„Ehe für alle“ – Fortschritt wohin?

  • Quelle: https://theoblog.de/ehe-fuer-alle-fortschritt-wohin/31093/

Reinhard Junker hat für das Blog von Markus Till einen Gastbeitrag zum Thema: „Ehe für alle“ – Fortschritt wohin? verfasst. Darin heißt es:

Beim Thema „Ehe“ fängt man aus christlicher Sicht am besten buchstäblich bei Adam und Eva an. Nach dem biblischen Schöpfungszeugnis schuf Gott den Menschen als Mann und Frau, beide zusammen zu seinem Bilde (1. Mose 1,27), unterschiedlich – nicht nur körperlich, sondern auch in ihrem Fühlen, Denken und Handeln. Das unterstreicht 1. Mose 2, wo gesagt wird, dass die Frau als „passende Entsprechung“ zu Adam geschaffen wurde. Die Frau ergänzt den Mann im Sinne einer Gleichstufigkeit und Gleichwertigkeit.[1] Auch wird die Unterschiedlichkeit von Anfang an betont, die schon vor dem Fall schöpfungsmäßig vorgegeben ist. Beide werden mit einer bipolaren Sexualität ausgestattet: „Er schuf sie männlich und weiblich.“ 1. Mose 2,18.20 bringt die Zuordnung und das Miteinander der beiden Geschlechter zum Ausdruck: Der Mann ist hilfs- und ergänzungsbedürftig; „es ist nicht gut“, dass Adam allein ist.[2] Der Mann ist unvollständig und bedarf eines passenden Gegenübers. Die wunderhafte Erschaffung Evas nicht aus Staub (wie bei Adam), sondern aus der „Seite“ (wahrscheinlich aus der Herzgegend) bringt zum Ausdruck, wie wesensverwandt beide sind. Der abschließende Jubelruf Adams in 2,23 und 2,24 bestätigt, wie großartig Gottes Idee der Ehe ist, die hier eingesetzt wird.

Die Unterschiedlichkeit von Mann und Frau ist also schöpfungsmäßig gegeben, es handelt sich um eine geschöpfliche Grundtatsache, und so ist auch die Ehe zwischen Mann und Frau von Gott als Grundordnung eingesetzt worden. Jesus bestätigt dies nach dem Zeugnis der Evangelien ausdrücklich und uneingeschränkt mit Verweis auf die Heilige Schrift (Mt 19,4-5: „Habt Ihr nicht gelesen?“) und zitiert sinngemäß aus 1. Mose 1 und wörtlich aus 1. Mose 2. Es geht in Mt 19,3ff. zwar um die Frage der Ehescheidung, aber Jesus begründet die Antwort auf die ihm gestellte Frage mit Verweis auf den Anfang und bekräftigt damit, dass die Unterschiedlichkeit von Mann und Frau geschöpfliche Realitäten sind und dass die Ehe von Gott selber am Anfang eingesetzt wurde. Entscheidend ist hier die Grundhaltung Jesu zur (damals gegebenen) Heiligen Schrift, die er als Autorität anerkennt.

Anschließend widerlegt Dr. Junker gängige Einwände zum biblisch-tradierten Verständnis von Ehe, wie sie heute beispielsweise von den Befürwortern der Efa gebracht werden.

Hier: blog.aigg.de.

Gesetzeswerke – Glaubenswerke

Breslauer Ausgabe von Martin Luthers Kleinem Katechismus mit einer Widmung von Pfarrer Gotthard Daniel Fritzsche (Lobethal, Südaustralien).

Günther Vogel hat am 01.11.2017 in FB einige zentrale Aussagen Luthers zu Gesetz und Glaube in einem Artikel zusammengestellt, die wir hier gerne wiedergeben:

Luthers Betonung der biblischen Rechtfertigungslehre (nicht aus Gesetzeswerken – allein aus Glauben) stieß auf heftigen Widerspruch. Sowohl von Katholiken als auch von einzelnen Wiedertäufern wurden seine Überzeugungen zum Teil sehr entstellt wiedergegeben, so als ob Luther Werke des Glaubens für unnötig halten würde. – Das Gegenteil ist der Fall!
Das Thema “Rechtfertigung aus Glauben” nimmt in Luthers Werken einen sehr breiten Raum ein. Immer wieder kommt er darauf zu sprechen. Und immer wieder finden sich folgende Punkte:
  • Vor Gott wird ein Sünder allein aus Gnade durch den Glauben an Christus gerechtfertigt.
  • Werke können keinerlei Beitrag zu unserer Rechtfertigung leisten.
  • Mit echtem Glauben sind dann aber unausbleiblich gute Werke verbunden.
  • So bestätigen gute Werke die Echtheit des Glaubens.
  • Deshalb ist es nötig, dass auch die Notwendigkeit guter Werke deutlich gepredigt wird.
  • Dennoch tragen auch die Glaubenswerke in sich selbst nichts zum ewigen Heil bei.