Gesetzeswerke – Glaubenswerke

Breslauer Ausgabe von Martin Luthers Kleinem Katechismus mit einer Widmung von Pfarrer Gotthard Daniel Fritzsche (Lobethal, Südaustralien).

Günther Vogel hat am 01.11.2017 in FB einige zentrale Aussagen Luthers zu Gesetz und Glaube in einem Artikel zusammengestellt, die wir hier gerne wiedergeben:

Luthers Betonung der biblischen Rechtfertigungslehre (nicht aus Gesetzeswerken – allein aus Glauben) stieß auf heftigen Widerspruch. Sowohl von Katholiken als auch von einzelnen Wiedertäufern wurden seine Überzeugungen zum Teil sehr entstellt wiedergegeben, so als ob Luther Werke des Glaubens für unnötig halten würde. – Das Gegenteil ist der Fall!
Das Thema “Rechtfertigung aus Glauben” nimmt in Luthers Werken einen sehr breiten Raum ein. Immer wieder kommt er darauf zu sprechen. Und immer wieder finden sich folgende Punkte:
  • Vor Gott wird ein Sünder allein aus Gnade durch den Glauben an Christus gerechtfertigt.
  • Werke können keinerlei Beitrag zu unserer Rechtfertigung leisten.
  • Mit echtem Glauben sind dann aber unausbleiblich gute Werke verbunden.
  • So bestätigen gute Werke die Echtheit des Glaubens.
  • Deshalb ist es nötig, dass auch die Notwendigkeit guter Werke deutlich gepredigt wird.
  • Dennoch tragen auch die Glaubenswerke in sich selbst nichts zum ewigen Heil bei.

Raus aus der Steinkohle …

Die Süddeutsche Zeitung hat am 20.10.2017 zu einer regionalpolitischen Öko-Frage einen ausgewogenen Kommentar verfasst:

Das Heizkraftwerk Nord

Kraftwerk-Bürgerentscheid: Darüber dürfen die Münchner am 05.11. abstimmen

Soll der Kohleblock im Heizkraftwerk München Nord bereits 2022 abgeschaltet werden? Darüber entscheiden die Münchner am 5. November beim Bürgerentscheid “Raus aus der Steinkohle”.

Domink Hutter:

  • Das Heizkraftwerk Nord in Unterföhring besteht aus drei Blöcken, in einem davon wird Steinkohle, in den anderen beiden Restmüll verbrannt.
  • Soll der Kohleblock schon 2022 abgeschaltet werden? Über diese Frage können die Münchner am 5. November abstimmen.
  • Derzeit wird davon ausgegangen, dass der Kohleblock ohne Bürgerentscheid bis 2027 oder 2029 laufen würde. Hier lesen Sie, welche Behauptungen rund um die Abstimmung richtig sind.

Soll der Kohleblock im Kraftwerk Nord bis 2022 abgeschaltet werden? Darüber entscheiden die Münchner am 5. November. Rund 60 Bürgerinitiativen fordern die Abschaltung, die Mehrheit im Rathaus jedoch ist dagegen. Die Frage ist komplex, diverse Thesen sind auf Plakaten, Flugblättern sowie auf der Wahlbenachrichtigung im Umlauf. Die SZ analysiert die plakativsten Behauptungen.

Weiterlesen

  • Quelle: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/heizkraftwerk-nord-kraftwerk-buergerentscheid-darueber-duerfen-die-muenchner-abstimmen-1.3716157
  • SWM: https://www.swm.de/privatkunden/unternehmen/energieerzeugung/heizkraftwerke/hkw-nord-kohleverbrennung.html
  • Bild: https://de.wikipedia.org/wiki/Heizkraftwerk_Nord_(M%C3%BCnchen)

cvmd – Vorschau 2018

Kaum ist das “Reformations-Event” in München mit Vishal Mangalwadi Geschichte, hat der cvmd eine neue Veranstaltung im Rennen:

CHRISTIAN HOFREITER
WARUM LÄSST GOTT LEID ZU?

– Antworten auf eine der größten Fragen der Menschheit

23. Februar 2018, 20 Uhr
Hofbräukeller, Innere Wiener Straße  19
81667 München
Eintritt frei.

Zu Recht schreiben die Veranstalter:

Der wohl intellektuell schlagkräftigste und persönlich zutiefst empfundene Einwand gegen monotheistische Religionen ist das Argument, dass ein allmächtiger, allwissender, liebender Gott unmöglich so viel verheerendes Leid in der Welt zulassen könne.

Der Vortrag von Dr. Christian Hofreiter (Direktor des Zacharias Instituts für Wissenschaft, Kultur und Glaube, Wien) will diesen Einwand nicht nur philosophisch-theoretisch erörtern …

  • weitere Infos: http://cvmd.eu/vortraege/warum-laesst-gott-leid-zu/
  • Flyer: Hofreiter2017_Flyer

6 Lektionen aus dem Erbe Luthers

Martin-Luther-Statue-Text.jpgZum Jubiläum am 31.10.2017 ein Artikel vom Dallas Theological Seminary (DTS) – nicht gerade eine lutherische Kaderschmiede, der zeigt, dass Martin Luther konfessionsübergreifend geachtet wird. – Danke an B. Schwarz für den Hinweis in FB!

  • Quelle:  https://voice.dts.edu/article/6-lessons-legacy-martin-luther/

Would Martin Luther—given his personality and prejudices—be acceptable on any modern university faculty?

Reformation scholar Heiko Oberman raised this interesting question in the conclusion of his work on the heralded reformer, Luther: Man Between God and the Devil. Oberman’s conclusion is that Luther would not stand a chance, because many of his late medieval values, such as his strident belief in the realities of the unseen, would be viewed as archaic and nonsensical to a postmodern audience. Furthermore, a psychological battery of tests would have eliminated any vestige of chance. His fear of the Lord and a very real perception of the realities of the demonic would lead to a diagnosis of either neurosis or psychosis caused by childhood trauma.

With this said, is there anything in Luther’s career that would offer the portent of a successful faculty career or pastoral position today? Can this sixteenth century individual offer us insights for life in the twenty-first?

1. A Lesson of Transforming Grace

Martin Luther offers insight into the wonder of the transforming realities of the gospel when the claims of Christ are understood and embraced. It would seem that human nature has not been altered through what historians frequently have called centuries of progress. (In fact, advances in technology seem only to have brought into vivid relief the barbarous potential of human ingenuity.) The recognition of human blight is revealed frequently in the endless quest to dull tarnished dreams and painful memories.

[Luther] discovered that God through Christ was not a wrathful judge,
but a compassionate redeemer.

Though Luther’s struggles had more to do with a troubled conscience preventing acceptance by a holy and just God, he, like many today, found that the advice and instruction of his teachers did little to assuage the emptiness felt in the depths of his soul. When Luther prepared lectures at the University of Wittenberg, the light of the gospel gradually flooded his heart and mind.

An accomplished monk, a devoted follower of the Christian disciplines, he discovered that God through Christ was not a wrathful judge, but a compassionate redeemer. Freedom from a guilty conscience was a gift purchased by Christ and granted as a gratuitous gift. And that forgiveness could not be earned or merited but was granted because Christ stood alone as the sinner’s substitute and advocate. This is the old, old truth that is forever new to those who experience it for the first time (and return to it many times).

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Straßburg – 500 Jahre Reformation

Hier ein paar Bilder von diesem verlängerten Wochenende aus dem schönen Straßburg, wie man sie als Tourist halt so aufnimmt:

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Das Islam-Paradox (ZEIT)

Religionsfreiheit, aber nicht für den Islam – auf diese Sicht des AfD-Abgeordneten Glaser muss die Demokratie kluge Antworten geben und darf nicht billig ausweichen.

Jochen Bittner hat in weiten Teilen eine zustimmungswürdige Kolumne in der alten ZEIT gebracht, die es wagt die Sprachlosigkeit in Sachen der Nominierung des Hr. Glaser als stellv. Bundestagspräsident (AfD) zu durchbrechen.

Zitat:

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Albrecht Glaser hat eine interessante Frage gestellt: Kann für ein Glaubenssystem, das keine Religionsfreiheit gewährt, das Grundrecht der Religionsfreiheit aus Artikel 4 Grundgesetz gelten? Ist das nicht ein Paradox?

Leider hat er darauf eine unterkomplexe Antwort gegeben. “Der Islam ist eine Konstruktion, die selbst die Religionsfreiheit nicht kennt und die sie nicht respektiert. Und die da, wo sie das Sagen hat, jede Art von Religionsfreiheit im Keim erstickt. Und wer so mit einem Grundrecht umgeht, dem muss man das Grundrecht entziehen”, sagte Glaser im April.

Die Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt schaffte es, diese intellektuelle Simplizität noch zu unterbieten, indem sie erwiderte, Glaser “erkennt das Grundgesetz nicht an”. Weshalb die Grünen-Fraktion ihn nicht zum Bundestagsvizepräsidenten wählen könne. So sah es die Mehrheit des Parlaments. Glaser fiel am Dienstag dreimal durch, und die Botschaft war klar: Solche Diskussionen wollen wir hier nicht.

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Papst Franziskus – der wahre Erbe Luthers?

Vier Tage vor dem Reformationsjubiläum wird die führende Figur der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA), Thomas Schirrmacher von der ZEIT dahingehend zitiert, dass der Papst “zu einem echten Erben Luthers” avanciert

Frage: Da geraten die Säulen des Katholizismus ins Wanken …

Schirrmacher: Papst Franziskus sagte einmal bei einer Diskussion: Auch Benedikt XVI. und Johannes Paul II. seien nicht unfehlbar gewesen und hätten die Unfehlbarkeit bekanntlich nie in Anspruch genommen. Bergoglio kann mit dem Dogma der Unfehlbarkeit überhaupt nichts anfangen. Er ist wirklich bereit, an die Schmerzgrenzen seiner Kirche zu gehen. Beim Reformationsjubiläum im schwedischen Lund vor einem Jahr hat der Papst die Predigt gehalten, das war sein ausdrücklicher Wunsch. Aus meiner Sicht interpretierte Franziskus damals die Gedanken Luthers besser als die meisten lutherischen Bischöfe.

Frage: Der Papst als authentischer Interpret und Erbe Luthers?

Schirrmacher: Als er ins Amt kam, hatte Franziskus von Reformation keine Ahnung. Er hatte in Argentinien viele persönliche Kontakte mit Protestanten, Evangelikalen und Vertretern anderer Religionen, das schon. Aber Franziskus ist vor allem ein Mann der Bibel. Er schlägt sie auf und liest direkt die Botschaft aus dem Text. Bibelkritik, wie wir sie kennen, ist seine Sache nicht. Er hat da einen ganz unmittelbaren Zugang. Das macht ihn zu einem echten Erben Luthers. Mit den traditionellen Positionen gerät er so natürlich in Konflikt. Das sieht man bei der Thematik Ehe, Scheidung und Zugang zu den Sakramenten, dem Hauptthema der Familiensynoden und in seinem nachsynodalen Schreiben Amoris laetitia.

Was ist passiert: hat sich Franziskus “bekehrt”, oder ist Schirrmacher zu lange im Vatikan aus- und eingegangen? Wie protestantisch ist der Papst denn nun?

  • vgl. seine Antwort auf kritischen Fragen: https://www.brink4u.com/2017/08/28/evangelikale-und-katholiken/
  • Quelle: http://www.zeit.de/2017/44/thomas-schirrmacher-protestantismus-martin-luther-papst-franziskus
  • https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/kirche/2017/10/26/papst-franziskus-der-michail-gorbatschow-der-katholischen-kirche/

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Fotos mit Kommentar

 

Theol. Nachrichten

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80 Jahre verheiratet …

Am 23.10.2017 veröffentlicht

Münchner Hochschultage 2017

In München sind hochkarätigen Veranstaltungen an der LMU zu erwähnen:

Hochschultage 2017e.jpg

NOV6 SOLA Fide – Wird die Wissenschaft den Glauben begraben?
Mo 19:00   von Hochschultage München 2017: Hat der Glaube ausgedient?

NOV7 SOLA Gratia – Muss ich mich für mein Leben rechtfertigen?
Di 10:15     von Hochschultage München 2017: Hat der Glaube ausgedient?

NOV7 SOLA Gratia – Muss ich mich für mein Leben rechtfertigen?
Di 12:00     von Hochschultage München 2017: Hat der Glaube ausgedient?

NOV8 SOLA Scriptura – Liefert die Bibel Good News oder Fake News?
Mi 19:00    von Hochschultage München 2017: Hat der Glaube ausgedient?

NOV9 SOLUS Christus – Wer braucht Jesus?
Do 19:00    von Hochschultage München 2017: Hat der Glaube ausgedient?

  • https://www.facebook.com/pg/hochschultageMUC/events/