Interview zur Arbeit des cvmd

Der cvmd veranstaltet in München apologetische Veranstaltungen (cvmd.eu), die Arguemente für die Glaubwürdigkeit des christlichen Glaubens darlegen sollen:

  • im Oktober 2015 wurden z.B. vom cvmd Vorträge von Dr. William Lane Craig in München angeboten
  • dazu wurde im Nachgang ein Interview mit dem privaten Sender “Radio Horeb” (horeb.org) über die Zielsetzung des cvmd’s aufgezeichnet, dass  mit freundlicher Genehmigung veröffentlicht werden darf:
  • https://soundcloud.com/uwe-brinkmann-697391514/radio-horeb-interview

 

Am 31.10.2017 (Reformationstag 500 Jahre) wird Dr. Vishal Mangalwadi – wie schon zuvor die Debatte Beckermann / Craig (2015) – in der Alten Kongreßhalle sprechen:20171031_vishal-m

  • dazu folgen bald weitere Infos; auch unter: www.cvmd.eu

 

Kyai Haji Yahya Cholil Staquf …

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OK, man muss den Namen nicht kennen: aber Kyai Haji Yahya Cholil Staquf ist Islamgelehrter und Generalsekretär “der größten Muslim-Vereinigung Indonesiens”.

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Barcellona, Ramblas

Gemäß der altehrwürdigen FAZ spricht er Klartext, was den islamistischen Terror betrifft: nach dem Terror von Barcelona veröffentlicht die FAZ am Sa. 19.08.2017 folgende Sätze von ihm:

  • es gibt einen ganz klaren Zusammenhang zwischen Fundamentalismus, Terror und Grundannahmen der islamischen Orthodoxie 
  • zu viele Muslime sehen die Zivilisation, das friedliche Zusammenleben von Menschen verschiedenen Glaubens, als etwas an, das bekämpft werden muss
  • der Westen muss aufhören, das Nachdenken über diese Fragen für islamophob zu erklären
  • Wir müssen dahin kommen, dass ein Verständnis, das die traditionellen Normen der islamischen Rechtslehre absolut setzt, als falsch gilt. Religiöse Werte und soziale Realität müssen zueinander passen. Und es muss glasklar sein, dass die staatlichen Gesetze Vorrang haben

Damit haben sowohl Muslime aus dem türkisch-arabischen Raum, als auch Linkspopulisten des Westens etwas zu verdauen!

Aber auch die, die immer sagen, der Islam solle ich vom Terror, der in seinem Namen verübt wird, distanzieren, müssen anerkennen:

  • hier spricht das Oberhaupt “der größten Muslim-Vereinigung Indonesiens” (Nahdlatul Ulama); er vertritt demnach ca. 50 Mio. Indonesier!
  • das ist klar und eindeutig …

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Der neue Paulus

  • Quelle: https://theoblog.de/der-neue-paulus/30637/

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Ron Kubsch hat aus seinen Vorträgen der letzten Jahre zur sogenannten „Neuen Paulusperspektive“ ein Buch gemacht … –

“Die „Neue Paulusperspektive“ tritt mit dem Anspruch auf: Der Apostel, den wir bisher zu kennen glaubten, sei nicht viel mehr als eine Fiktion gewesen.”

Aber seht seinen eigenen Text:


Die neutestamentliche Wissenschaft diskutiert seit vielen Jahren über die sogenannte „Neue Paulusperspektive“ (engl. „New Perspective on Paul“, abgekürzt meist als „NPP“, siehe dazu auch hier und hier). Die Bezeichnung, die auf einen Aufsatz von James D. G. Dunn aus dem Jahr 1983 zurückgeht, steht für eine theologische Strömung, die die Paulusexegese heute durchdringend prägt und der von manchen Bibelauslegern eine epochale Bedeutung zugeschrieben wird. Die „Neue Paulusperspektive“ tritt mit dem Anspruch auf: Die Paulusauslegung hat bisher versäumt, die Paulustexte innerhalb ihres historischen Kontextes zu deuten. Wenn wir die Brillen der theologischen Traditionen ablegen und zum Verstehen des Neuen Testaments das frührabbinische Judentum heranziehen, begegnen wir dem wahren Apostel Paulus. Der Apostel, den wir bisher zu kennen glaubten, sei nicht viel mehr als eine Fiktion gewesen.

Kubsch_PaulusBei der neuen Sichtweise geht es nicht allein um einen akademischen Diskurs. Neben strittigen Themen wie etwa Antijudaismus, Bundestheologie, Gesetzesfunktion oder Reich Gottes werden auch Kernaspekte der Rechtfertigungslehre verhandelt. Im Raum steht nicht weniger als die große Frage: „Haben wir zentrale Gesichtspunkte des Evangeliums bisher falsch verstanden?“

So manche Entwicklungen in der Praktischen Theologie und Missionswissenschaft, denken wir nur an den missionalen Ansatz, die Transformationstheologie oder die aktuelle Faszination für die politische Theologie, haben mehr mit der NPP zu tun, als das auf den ersten Blick erkennbar ist. Die Befürworter der neuen Sicht betonen die Inklusivität des Evangeliums und das Herabkommen des Himmelreiches auf die Erde. Wir hören Sätze wie: „In der Bibel bedeutet Erlösung nicht: Gott errettet die Menschen aus der Welt heraus, sondern Erlösung ist die Errettung der Welt an sich.“

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Links zu Wahlprogrammen

Bundestagswahl am 24.09.2017

Falls jemand dazu kommt, sich substantiell zu informieren – statt sich manipulieren zu alssen-, hier die Wahlprogramme der Parteien, die vsstl. im Bundestag landen werden:

  • CDU: https://www.cdu.de/system/tdf/media/dokumente/170703regierungsprogramm2017.pdf?file=1 75 Seiten
  • CSU: in Ergänzung zu dem der CDU/CSU: http://www.csu.de/common/download/Beschluss_Bayernplan.pdf 30 Seiten
  • SPD: https://www.spd.de/fileadmin/Dokumente/Regierungsprogramm/SPD_Regierungsprogramm_BTW_2017_A5_RZ_WEB.pdf 115 Seiten
  • FDP: https://www.fdp.de/sites/default/files/uploads/2017/08/07/20170807-wahlprogramm-wp-2017-v16.pdf 157 Seiten
  • AFD: https://www.afd.de/wp-content/uploads/sites/111/2017/06/2017-06-01_AfD-Bundestagswahlprogramm_Onlinefassung.pdf 75 Seiten
  • Grüne: https://m.gruene.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/BUENDNIS_90_DIE_GRUENEN_Bundestagswahlprogramm_2017_barrierefrei.pdf 247 Seiten
  • Linke: https://www.die-linke.de/fileadmin/download/wahlen2017/wahlprogramm2017/die_linke_wahlprogramm_2017.pdf 143 Seiten > gibt auch Kurzfassungen …

Komisch, die pdf von den Grünen ging am langsamsten auf … – obwohl ausdrücklich “barrierefrei” …  😉

 

  • Hier noch eine Übersicht über die anderen Kleinparteien, seien sie etabliert (in mind. 1 dt. Parlament), oder nicht etabliert (in keinem dt. Bundes- oder Landesparlament), wie Piraten, ÖDP, Freie Wähler, Bündnis C, etc.: https://bundestagswahl-2017.com/parteien/
  • ein paar Highlights der Parteien aus der WELT:
    https://amp.welt.de/amp/politik/deutschland/article167587369/Sie-moegen-es-skurril-Lesen-Sie-Wahlprogramme.html

Ehe für alle – Nachlese mit Quellenangabe

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Meine kleine Reflexion zur #ehefueralle basiert auf einer Predigt, die ich am 06.08.2017 gehalten habe und gliedert sich in 3 Schwerpunkte:

  1. Was hat sich mit dem 30.06.2017 geändert? Wie kam es zu #ehefueralle?
  2. Das bisher überkommene Eheverständnis der Gesellschaft, wie es sich in den Gesetzen niederschlägt und in den letzten Jahren verändert hat
  3. Das unveränderliche biblische Eheverständnis und unsere Reaktion

Man findet sie unter Predigten zu “aktuellen Themen”:

  • https://www.brink4u.com/test-2/predigten-zu-aktuellen-themen/
  • Hier die pdf im Direktzugriff:
    https://www.brink4u.com/wp-content/uploads/2017/08/pr170806-ehe-fuer-alle_1mo-2_text.pdf

Am 13.08.2017 wurde Teil 2 hinzugefügt: Der Wert der christlichen Ehe (Eph 5)

  • https://www.brink4u.com/wp-content/uploads/2015/12/pr170813-ehe-nach-der-bibel_eph-5_ua.pdf

Gliederung:

  1. Lerne die Hilfe des Heiligen Geistes in Anspruch zu nehmen
    • Du hast Ihn wirklich nötig … ( Eph 5,16 – 21)
  2. Wenn Du als Frau verheiratet bist: Lerne deinen Mann zu achten
    • Er hat es wirklich nötig … ( Eph 5,21 – 24.30 – 33)
  3. Wenn Du als Mann verheiratet bist: Lerne deine Frau zu lieben
    • Sie hat es wirklich nötig … ( Eph 5,25 – 33)
  4. Wenn eurer Ehe Kinder geschenkt wurden
    • Sohn/Tochter : sei gehorsam! – Du hast es wirklich nötig ( Eph 6,1 – 3)
    • Eltern (Väter): seid gerecht! – die Kids haben es wirklich nötig ( Eph 6,4)
  5. Ob als Single, Ehepartner, Eltern, Kinder, Arbeitnehmer, Chef
    • nehmt Gottes Hilfen (H. Geist / „Waffenrüstung“) in Anspruch (6,5ff)

 

Bild: Fotolia_82501615_Subscription_Monthly_M

„Politisch korrekte Monokultur“

  • Quelle: https://theoblog.de/politisch-korrekte-monokultur/30603/

Der Google-Entwickler James Damore hat die Dominanz der Männer in der Tech-Branche mit biologischen Unterschieden erklärt. Das hat ihn nun seinen Job gekostet. Der entlassene Google-Mitarbeiter überlegt allerdings, juristisch gegen seinen Rauswurf vorzugehen. Das ist gut so! Die FAZ berichtet:

Der Mann, bei dem es sich mehreren Berichten zufolge um einen Softwareentwickler handeln soll, hatte ein Dokument verfasst, in dem er unter anderem die Meinung vertrat, Frauen seien biologisch weniger für den Erfolg in der Technologieindustrie geeignet als Männer. Er schrieb außerdem, Frauen seien im Schnitt neurotischer als Männer und mehr „auf Gefühle und Ästhetik als Ideen ausgerichtet“. Er nannte Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen einen „Mythos“.

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Nah an der Bibel – nah am Menschen

oliverlastOliver Last
ist Leiter von cj-lernen.de und Jugendreferent der Christlichen Jugendpflege e.V. Er arbeitet im Ältestenteam der Gemeinde Werne mit.

Meine Traumgemeinde

  • Quelle: http://www.gesunde-gemeinden.de/artikel/nah-an-der-bibel-nah-am-menschen-meine-traumgemeinde/

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Ich werde meine Gemeinde bauen, sagt Jesus zu seinen Jüngern. In den Briefen des Neuen Testaments lesen wir, wie sich Gott Gemeinde vorgestellt hat. In der Kirchengeschichte sehen wir ganz unterschiedliche Formen von Gemeinde. Das stellt uns vor die Frage: Wie soll Gemeinde heute gelebt werden?

Ich habe einen Traum von Gemeinde. In diesem Traum kommt nicht vor, welche Musik gespielt wird. Dieser Traum hat nichts zu tun mit Gemeindeformen. Dieser Traum von Gemeinde ist, das wir Gemeinde so nah wie möglich an den biblischen Prinzipien und so nah wie möglich an den Menschen leben. Mein Traum beinhaltet, dass wir immer mehr so werden wie Jesus: er hat Gottes Willen ausgelebt und war dabei ganz nah dran an den Pharisäern, den Zöllnern, den Ehebrechern, den Reichen, den Menschen. Und mein Traum ist, dass wir immer mehr die Einstellung von Paulus gewinnen: er hat leidenschaftlich dafür gekämpft, dass Gottes Wahrheit gelebt wird und konnte dabei sagen: ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise einige rette.

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in weiten Teilen vorbildlich …

Manchmal streiten Christen über wichtige Fragen.

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Ein Klassiker ist seit Jahrhunderten die Calvinismus-Arminianismus-Debatte. In Facebook hat Markus Widenmeyer mit der Buchbewerbung von “Why I am not a Calvinist” eine solche losgetreten, die in weiten Teilen fair geblieben (was bei diesem Thema nicht zwingend ist, da beide Seiten in Ihren Grundaxiomen berührt werden).

Hier der Link dazu (weil man es sonst so schlecht wiederfindet); dann braucht man beim nächsten Mal nicht wieder alles tippen, denn die Argumente sind auf beiden Seiten endlich …:

https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fpermalink.php%3Fstory_fbid%3D465531527160730%26id%3D100011116603304&width=500

 

Frogwords-Petrus-Gemeinde-10 Tipps

  • Quelle: http://www.frogwords.de/_media/bibel_at_nt/1.petrus_2_4-10.pdf

Meine Frau liest gerade im 1Petrusbrief und hört dazu parallel Predigten von Jürgen Fischer (Berlin). Die aktuelle Predigt geben wir hier in Auszügen wieder; insbesonders die Listed er praktischen 10 Punkte hat es uns angetan:

Jesus will, dass wir verstehen, dass unsere Bekehrung eine Bekehrung vom Ich zum Wir ist. Wir denken nicht mehr in der „Ich“ – , sondern in der „ Wir “ – Kategorie. Wir sind dazu berufen, Teil von etwas Größerem zu sein, nämlich von Gemeinde. Das ist ein schwieriges Konzept für den individualistischen, modernen Menschen.

Und da kommt Jesus hinein, der uns in eine Gemeinschaft ruft, wo nicht alles nach unseren Wünschen geht.

  • Wenn heute jemand nach dem Tempel Gottes fragt, lädt man ihn vielleicht in die Kirche ein, aber der eigentliche Tempel sind die Leute. Man ist aber nicht einfach Tempel Gottes, wenn man zusammen Gottesdienst feiert. Man ist es erst, wenn jeder seinen Platz in der Gemeinde gefunden hat.
  • Man ist noch nicht Teil einer Gemeinde, nur weil man sonntags kommt. In eine Gemeinde zu gehen heißt noch nicht, dass ich bereit bin mich von Gott in die Gemeinde integrieren zu lassen. Was bedeutet es, Teil einer Gemeinde zu sein?

 

Ich gebe euch mal zehn Tipps:

  1. Lies, was in der Gemeinde herumgeht (Bekanntmachungen, Einladungen, E – Mails). Hör dir die Ankündigungen an. Du musst wissen, was in der Gemeinde geht.
  2. Lerne die Namen. Da wird es Grenzen geben, aber versuch es.
  3. Lerne die Leute hinter den Namen kennen und lade dazu Leute zu dir ein.
  4. Bete für so viele Geschwister, wie geht. Rentner sind zum Beten da. Das führt dich in die Gemeinde hinein.
  5. Pack im Gemeindealltag an. Für Vieles braucht man keine besondere Gabe. Diese Gemeinschaftsaktionen bringen dich mit Leuten zusammen – und wenn es nur ein Fahrdienst ist.
  6. Finde deinen persönlichen Platz. Was sind deine Gaben, was hat Gott dir aufs Herz gelegt? Frag Gott.
  7. Sei, so oft es geht, im Gottesdienst. Was geht gerad e geistlich? Wo hat der Geist Gottes etwas gesagt?
  8. Besuch einen Hauskreis. Das ist kein Allheilmittel, aber meistens hilft es schon.
  9. Spende dein Geld großzügig an deine Gemeinde. Du kannst dich nicht nicht in Gemeinde verlieben, wenn du dein Geld reinsteckst. Dein Umgang mit Geld zeigt dir von allein, ob du in der Gemeinde drin bist.
  10. Fahr auf die Gemeindefreizeit, wenn es eine gibt. Nutze die Möglichkeit zur geselligen Zeit miteinander. Wir machen immer dasselbe als Gemeinde, immer sehr kurz, aber es ist einfach schön.

Sei mittendrin, statt nur am Rand. Petrus will, dass Gott uns packt und in eine Gemeinde reinsteckt. Was kann man falsch machen? Nie in einer konkreten Gemeinde an zu kommen. Es gibt ja so Leute, die sagen, dass sie es nicht so mit Gemeinde haben. Wie kann das sein, dass man als Christ nicht mag, was Gott liebt. Gott liebt jede Gemeinde individuell, nicht nur die Gemeinde weltweit betrachtet. Wie kann das da sein, dass man das nicht liebt, was Gott liebt?

Hier der ganze Text!

Hier die Predigtserie als mp3: https://www.youtube.com/playlist?list=PLn9WGacl1KrbJjlEJe9kVbWpQX3c0I8Mt

Agent*In

  • Quelle: https://theoblog.de/30497-2/30497/

Da haben sich die Grünen wieder was einfallen lassen:

Die Agent*In – ein Antifeminismus-kritisches Online-Lexikon. Das ganze Projekt läuft unter dem Dach der Heinrich-Böll-Stiftung und wird – so darf vermutet werden – mit öffentlichen Geldern gefördert.

Und worum geht es inhaltlich? Die Antwort der Betreiber:

Die gesellschaftliche Polarisierung zwischen autoritär orientierten Parteien und Gruppierungen und emanzipatorischen Kräften, die eine offene und liberale Gesellschaft mit all ihren Errungenschaften verteidigen wollen, nimmt zu. Mittendrin können wir seit Jahren Antifeminismus beobachten, der als verbindendes Element, als Kitt zwischen (national)konservativen, rechtspopulistischen bis hin zu rechtsextremen Einstellungen und Politiken fungiert und die Brücke in die sogenannte Mitte der Gesellschaft bildet. In dieser sind antifeministische Positionen gleichfalls verankert. Islamfeindlichkeit, Homophobie und Ablehnung von ‚Gender-Ideologie‘ verbinden eine bunte Mischung von Rechtsaußenparteien, Gruppierungen und fundamentalistischen Bewegungen in ganz Europa und über die Grenzen Europas hinaus. In Deutschland gehören zu diesem Spektrum u.a. die AfD, Pegida, HogeSa, Besorgte Eltern, Demo für alle, die Zivile Koalition, sogenannte Lebensschützer oder christlich-fundamentalistische Organisationen und Gruppierungen der Neuen Rechten. Diese antifeministischen, geschlechtskonservativen und mitunter rassistischen Kreise mobilisieren z.T. schon seit Jahren auf europäischer und nationalstaatlicher Ebene gegen Gleichstellungspolitik und emanzipative Geschlechterbewegungen wie auch gegen die Geschlechterforschung. Durch Demonstrationen, sprachliche Subversion und Aktionen, die sich z.B. gegen „Gender-Wahn“ oder die „Frühsexualisierung unserer Kinder“ richten sowie gezielte Tabubrüche wollen sie Einfluss auf den öffentlichen Diskurs nehmen. Unterstützung erhalten diese Gruppierungen u.a. von (ultra)konservativen Publizist_innen. Der Blick auf Leitmedien, Talkshows und Bestsellerlisten zeigt, dass der Einfluss von Anti-Feminist*innen in den letzten Jahren stärker geworden ist. Egal ob es sich um die Thematisierung sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in der Gesellschaft, in Schulen oder in den Gender Studies handelt oder um Familien- und Rollenvorstellungen – der Protest richtet sich stets gegen post-essentialistische Sexualitäts- und Genderkonzepte.

Aufgebaut ist das wie eine „Täterdatei“. Hat jemand gegen Gender-Mainstream Stellung bezogen, etwa in einem Vortrag oder einem Buch, wird das im „Lexikon“ entsprechend vermerkt. Zu finden sind beispielsweise Einträge zu Rolf Hille, Stephan Holthaus, Daniel von Wachter oder auch das Netzwerk für „Bibel und Bekenntnis“. Sogar Harald Marteinstein, ein langjähriger Wähler der Grünen, wurde als NPD-nah eingestuft, weil er sich in der ZEIT kritisch zum Gender-Mainstream geäußert hatte.

Eine Stellungnahme gegen Abtreibung oder die Frühsexualisierung in den Schulen wird so als „gezielter Tabubruch“ hingestellt. Bedeutungsumkehr. Wir merken: Es geht nicht um den Austausch von Argumenten, sondern um eine neue Form der Inquisition. Ich frage mich, ob der Tag kommen wird, an dem die Aktivistinnen Leute dazu verpflichten wollen, einen Sticker zu tragen, weil sie antifeministische Positionen vertreten.