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	<title>Martin Luther &#8211; brink4u</title>
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	<description>Leben, Bibel, Gemeinde und mehr</description>
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	<title>Martin Luther &#8211; brink4u</title>
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		<title>von Luther Ausgewogenheit lernen &#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[brink4u]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Nov 2020 17:40:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gemeinde]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Antwort Martin Luthers an Johann Heß 1) zur Pest (1527) hat in den letzten &#8220;Corona-Monaten&#8221; des Öfteren die Runde gemacht 2), weil diese Antwort so ausgewogen und weise ist und so gut in unsere Zeit passt, wo es einige Christen gibt, die sich vor lauter Sorge von aller Gemeinschaft zurückziehen und andere ebensolche Christenmenschen, &#8230; <a href="https://www.brink4u.com/2020/11/10/von-luther-ausgewogenheit-lernen/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">von Luther Ausgewogenheit lernen &#8230;</span> weiterlesen</a>]]></description>
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<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" src="https://i0.wp.com/cdn.pixabay.com/photo/2015/01/30/09/05/martin-luther-617287_960_720.jpg?w=700&#038;ssl=1" alt="Martin-Luther, Kirche, Beten, Kirche Notre Dame"/><figcaption>https://pixabay.com/de/photos/martin-luther-kirche-beten-617287/</figcaption></figure>



<p>Ein Antwort <strong>Martin Luthers </strong>an Johann Heß<strong> </strong><sup>1)</sup> <strong>zur Pest</strong> (1527) hat in den letzten &#8220;Corona-Monaten&#8221; des Öfteren die Runde gemacht <sup>2)</sup>, weil diese Antwort so ausgewogen und weise ist und so gut in unsere Zeit passt, wo es einige Christen gibt, die sich vor lauter <strong>Sorge </strong>von aller Gemeinschaft zurückziehen und andere ebensolche Christenmenschen, die meinen, sich in pubertierender <strong>Tollpatischgkeit</strong> ihre vermeintliche Glaubensstärke beweisen zu müssen &#8230;</p>



<p>Zu beiden sagt Luther:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>    Und denke so: Wohlan, der Feind hat uns durch Gottes Verhängnis Gift und tödliche Krankheit herein geschickt, so will ich zu <strong>Gott bitten, daß er uns gnädig sei</strong> und wehre. Danach will ich auch <strong>räuchern</strong>, die <strong>Luft reinigen</strong> helfen, <strong>Arznei </strong>geben und nehmen. Orte und <strong>Personen meiden, da man meiner nicht bedarf</strong>, auf daß ich mich selbst nicht verwahrlose und dazu durch mich vielleicht viele andere vergiften und anstecken und ihnen so durch meine Nachlässigkeit Ursache des Todes sein möchte. (…). <strong>Wo aber mein Nächster mein bedarf, will ich weder Orte noch Personen meiden, sondern frei zu ihm gehen und helfen, wie oben gesagt ist. Siehe, das ist ein rechter, gottesfürchtiger Glaube, der nicht dummkühn noch frech ist und auch Gott nicht versucht.</strong></p><cite><em>[Martin Luther: Ob man vor dem Sterben fliehen möge (1527). Zeno.org: Martin Luther: Werke, S. 4164 (vgl. Luther-W Bd. 6, S. 242) (c) Vandenhoeck und Ruprecht]</em></cite></blockquote>



<p>Diese bekannte Aussage gegen Ende seines Artikels ist auch heute noch in seiner Ausgewogenheit und Weisheit maßstabssetzend:</p>


<hr>
<p><span id="more-15911"></span></p>


<ul class="wp-block-list"><li>Luther schreibt die Pest (das &#8220;Gift und tödliche Krankheit&#8221;) &#8220;dem Feind&#8221; zu, der sie aber &#8220;durch Gottes Verhängnis &#8230; herein geschickt&#8221; habe &#8211; <strong>keine </strong><em>s/w-Zuschreibung des &#8220;Schicksals&#8221; an Gott oder den Teufel</em></li><li>wiewohl Gott es zugelassen habe, will er bitten, dass Gott gnädig ist &#8211; <strong>kein </strong><em>Fatalismus wegen Gottes Souveränität</em></li><li>neben dem Gebet, aber bleibt Luther bei dem, was gesunder Menschenverstand gebietet: desinfizieren (räuchern des Hauses, Luft reinigen), Arznei verabreichen und &#8220;social distancing&#8221; (&#8220;Personen meiden, da man meiner nicht bedarf&#8221;) &#8211; <strong>keine </strong><em>Reduktion auf fromme Einseitigkeit</em> und Gebete</li><li>abschließend jedoch betont er &#8211; und das war die Hauptstoßrichtung auch seines eigenen Verbleibs in Wittenberg &#8211; dass man sich kümmern müsse: &#8220;Wo aber mein Nächster mein bedarf, will ich weder Orte noch Personen meiden, sondern frei zu ihm gehen und helfen,&#8221; &#8211; <strong>kein </strong><em>ängstlicher Rückzug trotz o.g. &#8216;praktischer Vernunft&#8217; der Vermeidung, </em><strong>sondern </strong><em>Glaubensmut, ohne Tollkühnheit</em> &#8230;</li></ul>



<p><strong>In Summe: </strong>1. Gott ist souverän, 2. Gebet ist (trotzdem) angemessen, 3. Gebet alleine &#8216;reicht aber nicht aus&#8217;, sondern medizinische und hygienische Umsicht kommt hinzu (sozusagen: <em>ora et labora</em> &#8230;), 4. Vermeidung unnötiger Kontakte zum ggs. Schutz, bei gleichzeitig 5. glaubensvoller Zuwendung den Kranken und Hilfsbedürftigen gegenüber!</p>



<p>Mehrfach betont Luther <strong>die beiden naheliegenden Seiten</strong> in der Frage, ob man denn vor dem Sterben fliehen könne (&#8216;möge&#8217;) &#8230;</p>



<ul class="wp-block-list"><li>dass man, wenn man kein Amt habe und keine Hilfe sei, oder ein ängstliche Natur habe selbstverständlich fliehen dürfe &#8211; aber dass man auch auch nicht tollkühn sein solle (das wäre &#8216;Gott versuchen&#8217;)</li><li>sondern dass man bleiben solle, wenn man dazu von Gott befähigt wird. Er vergleicht es mit dem Schutz im Winter, oder der ggs. Hilfe bei einem brennenden Haus, etc.</li></ul>



<p>Nach dieser starken Einleitung zur Frage, ob man dem Sterben fliehen <em>können, dürfe, solle</em> &#8230;, kommt Luther&nbsp;beispielsweise zu dieser Darlegung der <strong>beiden Seiten</strong> &#8230;</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>    (…) Das sei gesagt zur Vermahnung und zum Trost wider das schändliche Fliehen und Erschrecken, womit der Teufel uns anficht, wider Gottes Gebot an unserm Nächsten zu tun und allzusehr auf der <strong>linken</strong> <strong>Seite</strong> zu sündigen.<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Umgekehrt sündigen etliche allzusehr auf der <strong>rechten Seite</strong> und sind allzu vermessen und keck, so daß sie Gott versuchen und alles anstehen lassen, womit sie dem Sterben oder der Pestilenz wehren sollten. Sie verachten es, Arznei zu nehmen und meiden nicht Stätten und Personen, welche die Pestilenz gehabt haben und von ihr genesen sind, sondern zechen und spielen mit ihnen, wollen damit ihre Kühnheit beweisen und sagen, es sei Gottes Strafe: wolle er sie behüten, so würde ers wohl ohne alle Arznei und unsern Fleiß tun. <strong>Solches heißt nicht Gott trauen, sondern Gott versuchen. </strong>Denn Gott hat die Arznei geschaffen und die Vernunft gegeben, für den Leib zu sorgen und sein zu pflegen, daß er gesund sei und lebe. (&#8230;)<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp; <strong>Nicht so, meine lieben Freunde, das ist nicht fein getan</strong>. Sondern brauche die Arznei, nimm zu dir, was dir helfen kann, räuchere Haus, Hof und Gasse, meide auch Personen und Stätten, da dein Nächster dein nicht bedarf oder genesen ist, und stelle dich als einer, der ein allgemeines Feuer gern dämpfen helfen wollte. (…)</p><cite><em>[Martin Luther: Ob man vor dem Sterben fliehen möge (1527). Zeno.org: Martin Luther: Werke, S. 4162-63 (vgl. Luther-W Bd. 6, S. 240-241) (c) Vandenhoeck und Ruprecht]</em></cite></blockquote>



<p><strong>Hier können die &#8220;linken und rechten&#8221; Jünger des Jahres 2020 a.D. von Luther lernen ihre eigene Einsichten bisweilen etwas mehr zu relativieren und aufeinander zu hören! </strong><sup>4)</sup></p>



<p>Abschließend fügt Luther folgende <strong>Zusammenfassung </strong>an:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>    Wenn man sich so in einer Stadt verhielte, daß man <strong>kühn im Glauben</strong> wäre, wo es der Nächsten Not erfordert, und umgekehrt <strong>vorsichtig</strong>, wo es nicht notwendig wäre, und ein jeglicher dem Gift wehren hülfe, womit man könnte, so sollte gewiß ein gnädiges Sterben in solcher Stadt sein.</p><p>    Aber wenns so zugeht, daß <strong>ein Teil allzu verzagt ist</strong> und seinen Nächsten in der Not flieht, der <strong>andere Teil allzu dummkühn</strong> und hilft nicht wehren, sondern mehren, da hat der Teufel gut machen und muß wohl das Sterben groß werden. </p><p>    Denn <strong>auf beiden Seiten</strong> wird Gott und Mensch höchlich beleidigt, hier mit <strong>Versuchen</strong>, dort mit <strong>Verzagen</strong>; so jagt denn der Teufel den, der da flieht, und behält gleichwohl den, der da bleibt, so daß ihm niemand entläuft.</p><cite><em>[Martin Luther: Ob man vor dem Sterben fliehen möge (1527). Zeno.org: Martin Luther: Werke, S. 4165 (vgl. Luther-W Bd. 6, S. 242-243) (c) Vandenhoeck und Ruprecht]</em></cite></blockquote>



<hr class="wp-block-separator"/>



<p><strong>Der historischen Hintegrund</strong> wird in den „Editorische Bemerkung“ (Luther-W Bd. 6, 336) erläutert: <sup>3)</sup></p>



<p>Diese Schrift ist veranlaßt durch einen Ausbruch der Pest, zunächst in Breslau, dann aber auch in Wittenberg. Unter dem Eindruck des großen Sterbens wandte sich der Reformator Schlesiens, Joh. Heß, im Namen seiner Amtsbrüder an Luther mit der Frage, wie man sich in einer solchen Anfechtung verhalten solle. Luther antwortete zunächst nicht. Erst als auch in Wittenberg und anderswo von einem Ausbruch der Pest die Rede war, griff er zur Feder. Er schrieb in einer Zeit eigener Krankheit und schwerer Anfechtung. (&#8230;)</p>



<p>Da kam die Pest nach Wittenberg selbst. Die Universität verließ die Stadt, Luther blieb als einziges Mitglied des Lehrkörpers, zusammen mit Bugenhagen, dem Stadtpfarrer. Er blieb auch, nachdem der Kurfürst ihn ausdrücklich aufgefordert hatte, der Universität zu folgen, sie könne seinen Rat nicht entbehren. Luther hielt sich auch keineswegs vom Umgang mit den Kranken zurück, die Frau des Bürgermeisters starb beinahe in seinen Armen. (&#8230;)</p>



<p>Denn was Luther – vorher und nachher – schreibt, ist zwar auch <strong>geleitet von gesundem Menschenverstand und maßvoller Einsicht, aber entscheidend doch bestimmt vom Evangelium her.</strong> Auch als in Wittenberg die Pest ausgebrochen ist, hält er – und zwar unter genau denselben Voraussetzungen wie vorher – am <strong>Recht zum Fliehen bzw. an der Pflicht zum Bleiben </strong>fest. <em>Das Große an dem Luther dieser Situation ist eben, daß er auch unter dem Eindruck der Seuche nicht falschem Heldenmut das Wort redet und unverändert bei dem bleibt, was er unter anderen Voraussetzungen als schriftgemäß und richtig erkannt hat.</em></p>



<hr class="wp-block-separator"/>



<p><strong>Anmerkungen</strong>:</p>



<p>1) Voran geht eine Zuschrift an Johann Heß, in welcher Luther darlegt, daß er bisher nicht habe schreiben können (»Gott der Allmächtige hat mich etliche Zeit lang in der Zucht und Staupe so hart gehalten, daß bei mir nicht viel Lesens und Schreibens hat sein können«). Er habe darauf vertraut, daß Heß selbst eine Antwort auf die an ihn gestellten Fragen zu geben imstande sei. Aber auf die geschehene Mahnung hin, und weil inzwischen »auch bei uns allhier des Sterbens Geschrei gehet«, habe er zur Feder gegriffen.<br><em>[Martin Luther: Ob man vor dem Sterben fliehen möge (1527). Zeno.org: Martin Luther: Werke, S. 4176 (vgl. Luther-W Bd. 6, S. 338) (c) Vandenhoeck und Ruprecht]</em></p>



<p>2) Martin Luther: <strong><em>Ob man vor dem Sterben fliehen möge</em></strong> (1527), [WA 23, 338–372]</p>



<p>3) <em>[Martin Luther: Ob man vor dem Sterben fliehen möge (1527). Zeno.org: Martin Luther: Werke, S. 4172-74 (vgl. Luther-W Bd. 6, S. 336-337) (c) Vandenhoeck und Ruprecht]</em></p>



<p>4) vgl. die aktuelle Ermahnung in: <a href="https://www.brink4u.com/2020/11/09/die-hauptsache-muss-hauptsache-bleiben/">https://www.brink4u.com/2020/11/09/die-hauptsache-muss-hauptsache-bleiben/</a></p>



<p><br></p>
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		<title>Luther und Erasmus über Freiheit (br-alpha)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[brink4u]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jan 2018 22:09:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Apologetik]]></category>
		<category><![CDATA[Erasmus]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Luther]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
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					<description><![CDATA[https://screenshots.firefox.com/P61XRovzQoLf0vAi/www.br.de Eine interessante Diskussion zu der religionsphilosophischen Frage nach dem &#8220;freien Willen&#8221; zwischen dem Reformator und dem Humanisten (24.11.2017, LMU) &#8230; https://www.br.de/mediathek/video/denkzeit-luther-und-erasmus-ueber-freiheit-av:5a15cb57fb1a88001c7350f9 ARD alpha 30.12.2017, 22:30 Uhr FSK: 0 63 Min. Online verfügbar bis 30.12.2022 &#160;]]></description>
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<p>Eine interessante Diskussion zu der religionsphilosophischen Frage nach dem &#8220;freien Willen&#8221; zwischen dem Reformator und dem Humanisten (24.11.2017, LMU) &#8230;</p>
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		<title>Gesetzeswerke – Glaubenswerke</title>
		<link>https://www.brink4u.com/2017/11/03/gesetzeswerke-glaubenswerke/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[brink4u]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Nov 2017 11:37:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetz]]></category>
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		<category><![CDATA[Kirchengeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Luther]]></category>
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					<description><![CDATA[Günther Vogel hat am 01.11.2017 in FB einige zentrale Aussagen Luthers zu Gesetz und Glaube in einem Artikel zusammengestellt, die wir hier gerne wiedergeben: Luthers Betonung der biblischen Rechtfertigungslehre (nicht aus Gesetzeswerken – allein aus Glauben) stieß auf heftigen Widerspruch. Sowohl von Katholiken als auch von einzelnen Wiedertäufern wurden seine Überzeugungen zum Teil sehr entstellt &#8230; <a href="https://www.brink4u.com/2017/11/03/gesetzeswerke-glaubenswerke/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Gesetzeswerke – Glaubenswerke</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" class="img-responsive" title="Breslauer Ausgabe von Martin Luthers Kleinem Katechismus mit einer Widmung von Pfarrer Gotthard Daniel Fritzsche (Lobethal, Südaustralien)." src="https://i0.wp.com/www.sonntagsblatt.de/sites/default/files/textimage_store/cache/styles/max_1300_x_1300_textimage/b/b8/b82a5f3db718795032aa134255f06493939412fa9175ff38927ee273dd2bf760.jpg?resize=700%2C491" alt="Breslauer Ausgabe von Martin Luthers Kleinem Katechismus mit einer Widmung von Pfarrer Gotthard Daniel Fritzsche (Lobethal, Südaustralien)." width="700" height="491" /></p>
<p><strong>Günther Vogel</strong> hat am 01.11.2017 in FB einige zentrale Aussagen Luthers zu Gesetz und Glaube in einem Artikel zusammengestellt, die wir hier gerne wiedergeben:</p>
<div class="_39k5 _5s6c">
<div>
<div class="_2cuy _3dgx _2vxa">Luthers Betonung der <strong>biblischen Rechtfertigungslehre</strong> (nicht aus Gesetzeswerken – allein aus Glauben) stieß auf heftigen Widerspruch. Sowohl von Katholiken als auch von einzelnen Wiedertäufern wurden seine Überzeugungen zum Teil sehr entstellt wiedergegeben, so als ob Luther Werke des Glaubens für unnötig halten würde. – Das Gegenteil ist der Fall!</div>
<div></div>
<div class="_2cuy _3dgx _2vxa">Das Thema “<strong>Rechtfertigung aus Glauben</strong>” nimmt in Luthers Werken einen sehr breiten Raum ein. Immer wieder kommt er darauf zu sprechen. Und immer wieder finden sich folgende Punkte:</div>
<ul class="_5a_q _5yj1">
<li class="_2cuy _509q _2vxa">Vor Gott wird ein Sünder allein aus Gnade durch den Glauben an Christus gerechtfertigt.</li>
<li class="_2cuy _509q _2vxa">Werke können keinerlei Beitrag zu unserer Rechtfertigung leisten.</li>
<li class="_2cuy _509q _2vxa">Mit echtem Glauben sind dann aber unausbleiblich gute Werke verbunden.</li>
<li class="_2cuy _509q _2vxa">So bestätigen gute Werke die Echtheit des Glaubens.</li>
<li class="_2cuy _509q _2vxa">Deshalb ist es nötig, dass auch die Notwendigkeit guter Werke deutlich gepredigt wird.</li>
<li class="_2cuy _509q _2vxa">Dennoch tragen auch die Glaubenswerke in sich selbst nichts zum ewigen Heil bei.</li>
</ul>
<div><span id="more-9511"></span></div>
<div></div>
<div class="_2cuy _3dgx _2vxa"><strong>Hier eine nur kleine Auswahl von Zitaten dazu aus dem Lebenswerk Luthers</strong>. Wie bei Luther nicht anders zu erwarten ist, finden sich einige markante Aussprüche und ansprechende Sprachbilder darunter. Die Quellenangaben beziehen sich auf die Ausgabe von Walch. [Hervorhebungen und Ergänzungen in eckigen Klammern von mir.]</div>
<div></div>
<ul>
<li class="_2cuy _3dgx _2vxa"><em><span class="_4yxp">Weil wir sagen, daß man allein durch den Glauben an Christo hangend zum Himmel kommen, </span><span class="_4yxo _4yxp">schreien die Widersacher:</span><span class="_4yxp"> man verbiete gute Werke. 8,308</span></em></li>
<li class="_2cuy _3dgx _2vxa"><em><span class="_4yxo _4yxp">Auf den Glauben folgen die Werke, gleichwie der Schatten dem Leibe folgt. </span><span class="_4yxp">6,613</span></em></li>
<li class="_2cuy _3dgx _2vxa"><em><span class="_4yxp">Obwohl der Glaube genug ist zur Seligkeit, und durch den Glauben ich das Himmelreich erlange, dennoch so müssen die guten Werke hernach folgen, oder der Glaube ist nicht rechtschaffen. </span><span class="_4yxo _4yxp">Denn der Glaube ist so ein ernst Ding, daß er nicht ohne gute Werke bleibt. </span><span class="_4yxp">7,27</span></em></li>
<li class="_2cuy _3dgx _2vxa"><em><span class="_4yxp">Du mußt gute Werke thun, und allezeit gute Werke gegen den Nächsten üben, </span><span class="_4yxo _4yxp">auf daß der Glaube äußerlich leuchte im Leben, wie er sonst inwendig im Herzen leuchtet. </span><span class="_4yxp">7,1990</span></em></li>
<li class="_2cuy _3dgx _2vxa"><em><span class="_4yxp">Doch nicht der Meinung, daß man nicht gute Werke tun soll, sondern, daß man, Gnade bei Gott und ewiges Leben zu erlangen, allein diesen Christum durch den Glauben zuvor haben muß, aber nach und neben dem Glauben auch gute Werke thue, und die Liebe beweise; </span><span class="_4yxo _4yxp">allein, daß dieser Unterschied recht gehalten werde, </span><span class="_4yxp">daß man unserm Leben und Werken nicht zumesse die Kraft und Verdienst, daß sie uns sollten hinauf zum Vater bringen.</span></em></li>
<li class="_2cuy _3dgx _2vxa"><em><span class="_4yxp">Wir geben zu, daß man auch von guten Werken und von der Liebe lehren muß, aber </span><span class="_4yxo _4yxp">zu seiner Zeit und an seinem Orte,</span><span class="_4yxp"> nämlich wenn man die Frage von den Werken behandelt außerhalb dieses Hauptartikels [von der Rechtfertigung]. 9,187</span></em></li>
<li class="_2cuy _3dgx _2vxa"><em><span class="_4yxp">Sie [die Werke] müssen gethan werden, </span><span class="_4yxo _4yxp">nicht als die Ursache, sondern als die Frucht der Gerechtigkeit. </span><span class="_4yxp">9,229</span></em></li>
<li class="_2cuy _3dgx _2vxa"><em><span class="_4yxp">Denn wenn diese [die guten Werke] nicht auf den Glauben folgen, so ist es ein ganz gewisses Zeichen, daß der Glaube </span><span class="_4yxo _4yxp">nicht der rechte Glaube</span><span class="_4yxp"> ist. 9,750</span></em></li>
<li class="_2cuy _3dgx _2vxa"><em><span class="_4yxp">Darum schleuß den Glauben und die guten Werke zusammen, daß also in den beiden die Summa des ganzen christlichen Lebens stehe; </span><span class="_4yxo _4yxp">nicht daß die Werke etwas zur Rechtfertigung vor Gott thun, sondern daß der Glaube ohne sie nicht ist, oder ist kein rechter Glaube.</span><span class="_4yxp"> 9,1153</span></em></li>
<li class="_2cuy _3dgx _2vxa"><em><span class="_4yxo _4yxp">Werk ohne Glauben ist Abgötterei. Glaube ohne Werke ist Lügen und kein Glaube.</span><span class="_4yxp"> 9,1807</span></em></li>
<li class="_2cuy _3dgx _2vxa"><em><span class="_4yxp">Denn wenn wir gerecht würden um der Werke willen, welche aus dem Glauben folgen, so würden wir schon </span><span class="_4yxo _4yxp">nicht mehr durch den Glauben selbst gerecht, auch nicht um Christi willen, </span><span class="_4yxp">sondern um unser selbst willen, die wir nach dem Glauben Werke thun; das heißt Christum verleugnen. 9,1862</span></em></li>
<li class="_2cuy _3dgx _2vxa"><em><span class="_4yxp">Denn die Werke folgen erst auf den Glauben, und wirken nichts zur Rechtfertigung, sondern kommen nach. Der Glaube und das Wort aber sind vorher zugegen und thun das Ihrige, das ist, sie machen gerecht. 9,1877</span></em></li>
<li class="_2cuy _3dgx _2vxa"><em><span class="_4yxp">Wie sollten wir denn durch das Evangelium solche Predigt einführen, die da erlaubt Böses zu thun? … </span><span class="_4yxo _4yxp">Man deutet und verkehrt unsere Lehre fälschlich, </span><span class="_4yxp">wenn man sagt, sie lehre nicht gute Werke thun noch achten. 12,776</span></em></li>
<li class="_2cuy _3dgx _2vxa"><em><span class="_4yxp">Die Werke können den Glauben wohl anzeigen, aber nicht wirken. Denn wo die Werke der Gottseligkeit fehlen, </span><span class="_4yxo _4yxp">da folgt, daß auch der Glaube selbst nicht da sei. </span><span class="_4yxp">12,1834</span></em></li>
<li class="_2cuy _3dgx _2vxa"><em><span class="_4yxp">Glaube ist eine lebendige, erwegene Zuversicht auf Gottes Gnade, so gewiß, daß er tausendmal darüber stürbe. Daher der Mensch ohne Zwang willig und lustig wird, jedermann Gutes zu thun, jedermann zu dienen, allerlei zu leiden Gott zu Liebe und zu Lob, der ihm solche Gnade erzeigt hat, </span><span class="_4yxo _4yxp">also daß unmöglich ist, Werke vom Glauben zu scheiden, ja, so unmöglich als Brennen und Leuchten vom Feuer mag geschieden werden.</span><span class="_4yxp"> 14,100</span></em></li>
<li class="_2cuy _3dgx _2vxa"><em><span class="_4yxp">Denn gleichwie er </span><span class="_4yxo _4yxp">[Johannes] im Evangelio den Glauben treibt, </span><span class="_4yxp">also </span><span class="_4yxo _4yxp">begegnet er in der Epistel denen, die sich des Glaubens rühmen ohne Werke,</span><span class="_4yxp"> und lehrt mannigfaltig, wie Werke nicht außen bleiben, wo der Glaube ist; </span><span class="_4yxo _4yxp">bleiben sie aber außen, so ist der Glaube nicht rechtschaffen, sondern Lügen und Finsterniß.</span><span class="_4yxp"> 14,126</span></em></li>
<li class="_2cuy _3dgx _2vxa"><em><span class="_4yxo _4yxp">Wo der Glaube des Geistes ist, da folgen die Früchte des Geistes von sich selbst.</span><span class="_4yxp"> 19,1431</span></em></li>
<li class="_2cuy _3dgx _2vxa"><em><span class="_4yxp">Die Werke, die nach dem Glauben folgen, machen nicht gerecht, sind </span><span class="_4yxo _4yxp">nicht eine Ursache, sondern eine Frucht der Rechtfertigung.</span><span class="_4yxp"> 19,1431</span></em></li>
<li class="_2cuy _3dgx _2vxa"><em><span class="_4yxp">Wir gestehen, daß </span><span class="_4yxo _4yxp">die guten Werke auf den Glauben folgen müssen, ja, nicht nur folgen müssen, sondern aus freien Stücken folgen,</span><span class="_4yxp"> gleichwie ein guter Baum nicht gute Früchte tragen muß, sondern er trägt dieselben </span><span class="_4yxo _4yxp">von selbst</span><span class="_4yxp">. 19,1440</span></em></li>
<li class="_2cuy _3dgx _2vxa"><em><span class="_4yxo _4yxp">Die Werke leuchten durch die Strahlen des Glaubens und gefallen [Gott] um des Glaubens willen, nicht umgekehrt.</span><span class="_4yxp"> 22,453</span></em></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Quelle</strong>: https://www.facebook.com/notes/g%C3%BCnter-vogel/gesetzeswerke-glaubenswerke/2152868024738647/</p>
<p><strong>Bild</strong>: Sarah Lieschke, Lobethal / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Martin Luther &#8211; &#8216;Frau, Bier und Bibel&#8217; &#8230;</title>
		<link>https://www.brink4u.com/2017/10/07/martin-luther-frau-bier-und-bibel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[brink4u]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Oct 2017 12:19:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
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		<category><![CDATA[Martin Luther]]></category>
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					<description><![CDATA[In Vorbereitung einer kleinen Tischrede anlässlich eines geplanten Männer-Stammtisches unter dem Motto &#8220;Martin Luther über &#8216;Frau, Bier und Bibel'&#8221;, habe ich einige lustigen und tiefsinnigen Zitate gefunden: Ehe Luther hat in seiner oft derben und freien Art Einblicke in seine Zeit verschafft, die sehr bildhaft sind: vgl. die &#8220;zwei Zöpfe &#8230; welche er früher nicht &#8230; <a href="https://www.brink4u.com/2017/10/07/martin-luther-frau-bier-und-bibel/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Martin Luther &#8211; &#8216;Frau, Bier und Bibel&#8217; &#8230;</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img data-recalc-dims="1" decoding="async" data-attachment-id="518" data-permalink="https://www.brink4u.com/2015/02/12/martin-luther-das-soll-mein-glaube-sein/luther-2/" data-orig-file="https://i0.wp.com/www.brink4u.com/wp-content/uploads/2015/02/luther.gif?fit=252%2C277&amp;ssl=1" data-orig-size="252,277" data-comments-opened="0" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="luther" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/www.brink4u.com/wp-content/uploads/2015/02/luther.gif?fit=182%2C200&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/www.brink4u.com/wp-content/uploads/2015/02/luther.gif?fit=252%2C277&amp;ssl=1" class="  wp-image-518 alignright" src="https://i0.wp.com/www.brink4u.com/wp-content/uploads/2015/02/luther.gif?resize=122%2C134&#038;ssl=1" alt="luther" width="122" height="134" /></strong>In Vorbereitung einer kleinen Tischrede anlässlich eines geplanten <strong>Männer-Stammtisches</strong> unter dem Motto <em>&#8220;Martin Luther über &#8216;Frau, Bier und Bibel'&#8221;, </em>habe ich einige lustigen und tiefsinnigen Zitate gefunden:</p>
<p><strong>Ehe</strong></p>
<hr />
<p>Luther hat in seiner oft derben und freien Art Einblicke in seine Zeit verschafft, die sehr bildhaft sind: vgl. die &#8220;zwei Zöpfe &#8230; welche er früher nicht sah&#8221; und damaliger Klatsch &amp; Tratsch zu Hofe: &#8220;ist der Hochmeister des Markgrafen Bruder?&#8221; &#8230;</p>
<p style="padding-left:30px;"><em><strong>Das erste Jahr der Ehe</strong> macht einem seltsame Gedanken. Denn wenn er am Tische sitzt, denkt er: Vorher war ich allein, nun bin ich zu zweit. Wenn er im Bette erwacht, sieht er ein Paar Zöpfe neben sich liegen, welche er früher nicht sah. </em></p>
<p style="padding-left:30px;"><em>Ebenso verursachen die Frauen ihren Männern, wenn diese auch noch so sehr beschäftigt sind, viele unnötige Störungen. So fragte meine Katharina mich zuerst, da sie bei mir saß, als ich ernstlich studierte und sie spann: Herr Doktor, ist der Hochmeister (des Deutschen Ritterordens) des Markgrafen (Albrecht) Bruder?</em></p>
<p><em>[Martin Luther über „Junge Ehe“, in: Der Christ in der Welt. Zeno.org: Martin Luther: Werke, S. 6905 (vgl. Luther-W Bd. 9, S. 272) (c) Vandenhoeck und Ruprecht]</em></p>
<p style="padding-left:30px;"><em><strong>Ein alter Mann und ein junges Mädchen</strong><br />
Wenn ein Greis eine junge Frau heiratet, so heißt das den Greis bürgerlicher und natürlicher Weise töten.</em></p>
<p><em>[Martin Luther: Der Christ in der Welt. Zeno.org: Martin Luther: Werke, S. 6908 </em><em>(vgl. Luther-W Bd. 9, S. 273) (c) Vandenhoeck und Ruprecht]</em></p>
<p style="padding-left:30px;"><em><strong>Die Begierde kommt ohne besonderen Anlaß</strong>, wie Flöhe und Läuse; Liebe aber ist dann da, wenn wir anderen dienen wollen.</em></p>
<p><em>[Martin Luther: Der Christ in der Welt. Zeno.org: Martin Luther: Werke, S. 6916 </em><em>(vgl. Luther-W Bd. 9, S. 274) (c) Vandenhoeck und Ruprecht]</em></p>
<p><span id="more-8982"></span></p>
<p><strong>Ehe und Bier &#8230;</strong></p>
<hr />
<p style="padding-left:30px;"><em><strong>Wenn man heiraten will</strong>, soll man nicht nach dem Vater, sondern nach dem Leumund der Mutter des jungen Mädchens fragen. Warum? Weil das Bier im allgemeinen nach dem Faß riecht.</em></p>
<p><em>[Martin Luther: Der Christ in der Welt. Zeno.org: Martin Luther: Werke, S. 6920 </em><em>(vgl. Luther-W Bd. 9, S. 275) (c) Vandenhoeck und Ruprecht]</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Käthe</strong></p>
<hr />
<p style="text-align:left;">Luther verbindet in seiner natürlichen Art Alltagsfragen wie Ehe, und Familie mit geistlichen Einsichten: Sorgen um die Gesundheit (die auch er zuhauf gehabt hat) sind bei Gott (bzw. seinem Sohn) gut aufgehoben: &#8220;er liegt in der Krippe und hänget an einer Jungfrauen Brust, sitzet aber gleichwohl zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters. &#8221; 1o Tage später war Luthers Lauf vollendet.</p>
<p style="text-align:right;">Eisleben, 7. Februar 1546</p>
<p style="text-align:left;padding-left:30px;"><em><strong>Meiner lieben Hausfrau Katharina Luther, Doktorin, Säumarkterin zu Wittenberg, meiner gnädigen Frau zu Händen und Füßen</strong>. Gnade und Friede im Herrn! Lies Du, liebe Käthe, das Johannesevangelium und den kleinen Katechismus, von dem Du einmal sagtest: Es ist doch alles in dem Buch zu mir gesagt. Denn wenn Du für Deinen Gott (anstelle Gottes) sorgen willst, gerade als wäre er nicht allmächtig, der da zehn Doktor Martinus erschaffen könnte, wo der eine alte in der Saale ersöffe oder im Ofenloch oder auf Wolfs Vogelherd (umkäme). Laß mich zufrieden mit Deiner Sorge, ich habe einen besseren Sorger, als Du und alle Engel sind. Der liegt in der Krippe und hänget an einer Jungfrauen Brust, sitzet aber gleichwohl zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters. Darum sei zufrieden, Amen&#8230;</em></p>
<p><em>[Martin Luther: 1546. Zeno.org: Martin Luther: Werke, S. 7736 </em><em>(vgl. Luther-W Bd. 10, S. 338) (c) Vandenhoeck und Ruprecht]</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Bier</strong></p>
<hr />
<p>Wort und Bier geht bei Luther im nachfolgenden Zitat eine wundervolle Symbiose ein: Das gepredigte Wort wirkt noch nach, auch wenn man schon sein Bier trinkt &#8230;</p>
<p style="padding-left:30px;"><em><strong>Summa summarum</strong>: predigen will ichs, sagen will ichs, schreiben will ichs. Aber zwingen, mit Gewalt dringen will ich niemand, denn der Glaube will willig, ungenötigt angenommen werden. Nehmt (Euch) ein Beispiel an mir. </em></p>
<p style="padding-left:30px;"><em>Ich bin dem Ablaß und allen Papisten entgegen gewesen, aber mit keiner Gewalt, <strong>ich habe allein Gottes Wort getrieben, gepredigt und geschrieben, sonst habe ich nichts getan</strong>. Das hat, wenn ich geschlafen habe, wenn ich <strong>Wittenbergisch Bier</strong> mit meinem Philipp (Melanchthon) und Amsdorff getrunken habe, so viel getan, daß das Papsttum so schwach geworden ist, daß ihm noch nie ein Fürst noch Kaiser so viel Abbruch getan hat. Ich hab nichts getan, das Wort hat es alles gewirkt und ausgerichtet.</em></p>
<p><em>[Martin Luther: Acht Sermone gepredigt zu Wittenberg in der Fastenzeit. Zeno.org: Martin Luther: Werke, S. 2473 (vgl. Luther-W Bd. 4, S. 69) (c) Vandenhoeck und Ruprecht]</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Gottes Wort</strong></p>
<hr />
<p>Hier passt nichts besser, als die auf lateinisch verfasste &#8220;<strong>letzte Aufzeichnung von der Hand Luthers</strong>&#8221; vom 16.02.1546, die man nach seinem Tod auf seinem Nachttisch fand.</p>
<p>30 Jahren nach Beginn der Reformation verbindet Luther im Umgang mit der Heiligen Schrift &#8211; und im Vergleich zur weltlichen Literatur &#8211; die Notwendigkeit von Expertise (&#8220;100 Jahre (&#8230;)  die Kirche&#8221; regiert zu haben) mit der notwendigen Demut (&#8220;Wir sind Bettler, das ist wahr&#8221;).</p>
<p>&#8220;Bbete gebeugt ihre Spuren an&#8221; &#8230; &#8211; es geht immer noch darum &#8220;die heilige Schrift&#8221; zu &#8220;schmecken&#8221;!</p>
<p style="padding-left:30px;"><em>Vergil in seinen Bucolica und Georgica kann niemand verstehen, wenn er nicht <strong>fünf</strong> Jahre Hirte oder Bauer gewesen ist. Cicero in seinen Briefen (so lerne ich) kann niemand verstehen, wenn er nicht <strong>vierzig</strong> Jahre in einem hervorragenden Staatswesen tätig gewesen ist.</em></p>
<p style="padding-left:30px;"><em><strong>Die heilige Schrift meine niemand genug geschmeckt zu haben</strong>, wenn er nicht <strong>hundert</strong> Jahre mit den Propheten die Kirche regiert hat.</em></p>
<p style="padding-left:30px;"><em>Deshalb ist es ein ungeheures Wunder erstens mit Johannes dem Täufer, zweitens mit Christus, drittens mit den Aposteln. Du versuche nicht, diese göttliche Aeneis zu erforschen, sondern <strong>bete gebeugt ihre Spuren an. Wir sind Bettler, das ist wahr.</strong></em></p>
<p><em>[Martin Luther: 1546. Zeno.org: Martin Luther: Werke, S. 7742 </em><em>(vgl. Luther-W Bd. 10, S. 340-341) (c) Vandenhoeck und Ruprecht]</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Luther-Programm mit umfassendem Harmoniebedürfnis</title>
		<link>https://www.brink4u.com/2017/07/12/luther-programm-mit-umfassendem-harmoniebeduerfnis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[brink4u]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Jul 2017 19:45:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[EKD]]></category>
		<category><![CDATA[Kirchengeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Luther]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
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					<description><![CDATA[Quelle: https://theoblog.de/luther-programm-mit-umfassendem-harmoniebeduerfnis/30475/ aus dem Theoblog von Ron Kubsch, 12 Juli, 2017 Über Jahre hat Margot Käßmann für das Reformationsjubiläum geworben, annähernd eine halbe Milliarde Euro sind für das Ereignis investiert worden. Doch die Zwischenbilanz ist ernüchternd, denn die Interessenten bleiben aus. Ralph  Bollmann hat ein seinem Artikel „Luther ist die Pleite des Jahres“ den Theologen Friedrich Wilhelm &#8230; <a href="https://www.brink4u.com/2017/07/12/luther-programm-mit-umfassendem-harmoniebeduerfnis/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Luther-Programm mit umfassendem Harmoniebedürfnis</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li><strong>Quelle</strong>: https://theoblog.de/luther-programm-mit-umfassendem-harmoniebeduerfnis/30475/</li>
<li>aus dem <strong>Theoblog</strong> von Ron Kubsch, 12<span class="date published time" title="2017-07-12T05:15:37+00:00"> Juli, 2017</span></li>
</ul>
<p>Über Jahre hat <strong>Margot Käßmann</strong> für das Reformationsjubiläum geworben, annähernd eine halbe Milliarde Euro sind für das Ereignis investiert worden. Doch die Zwischenbilanz ist ernüchternd, denn die Interessenten bleiben aus.</p>
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<div class="post-30475 post type-post status-publish format-standard hentry category-theo tag-martin-luther tag-reformation entry">
<p>Ralph  Bollmann hat ein seinem Artikel „Luther ist die Pleite des Jahres“ den Theologen Friedrich Wilhelm Graf zitiert:</p>
<blockquote><p>Der Münchener Theologe Friedrich Wilhelm Graf glaubt, dass die Kirche ihre Anziehungskraft im Jubiläumsjahr überschätzt hat. „Die sprudelnden Kirchensteuern bilden nicht ab, wie stark die tatsächliche Bindung an die Kirchen abnimmt“, sagte er. „Das sagt etwas über die Schwäche des kirchlichen Protestantismus in Deutschland aus.“</p>
<p>Niemand fahre eigens ins abgelegene Wittenberg, um sich auf einer Wiese einen unbekannten Prediger aus der Dritten Welt anzuhören. „Ich kann nicht erkennen, was die Kirche mit dem Reformationsjubiläum eigentlich will.“</p>
<p>Tatsächlich zeugt das kirchliche Luther-Programm von einem umfassenden Harmoniebedürfnis, das jede Polarisierung vermeidet und damit auch wenig Aufmerksamkeit auf sich zieht.</p></blockquote>
<p>Mehr: <a class="liexternal" href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/beim-luther-jahr-bleiben-die-besucher-weg-15097663.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2">www.faz.net</a>.</p>
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		<title>Neue Buchhinweise</title>
		<link>https://www.brink4u.com/2017/02/04/neue-buchhinweise/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[brink4u]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Feb 2017 21:21:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Buchbesprechung]]></category>
		<category><![CDATA[Apologetik]]></category>
		<category><![CDATA[Charles C. Ryrie]]></category>
		<category><![CDATA[Konstantin v. Tischendorf]]></category>
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		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
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					<description><![CDATA[Hier der link auf neue Buchbesprechungen, bzw. Buchhinweisen bei brink4u: Charles Ryrie: &#8220;Dispensationalismus&#8221; (04.02.2017) https://www.brink4u.com/artikel/bucher/charles-c-ryrie-dispensationalismus/ Martin Luther: Berthold Schwarz (Hrsg.), &#8220;Aus Liebe zur Wahrheit&#8221; (07.01.2017) https://www.brink4u.com/2017/01/07/martin-luther-aus-liebe-zur-wahrheit Ryrie-Studienbibel: https://www.brink4u.com/artikel/bucher/ryrie-studienbibel/ C. Tischendorf: Alexander Schick, &#8220;Tischendorf und die älteste Bibel der Welt&#8221; https://www.brink4u.com/artikel/bucher/schick-alexander-tischendorf-und-die-aelteste-bibel-der-welt/ vgl. die &#8220;neuen Buchhinweise&#8221; vom 17.09.2016: neue Buchhinweise]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Hier der link auf neue <strong>Buchbesprechungen</strong>, bzw. Buchhinweisen bei brink4u:</p>
<ul>
<li><strong>Charles Ryrie</strong>: &#8220;Dispensationalismus&#8221; (04.02.2017)<br />
https://www.brink4u.com/artikel/bucher/charles-c-ryrie-dispensationalismus/</li>
<li><strong>Martin Luther</strong>: Berthold Schwarz (Hrsg.), &#8220;Aus Liebe zur Wahrheit&#8221; (07.01.2017)<br />
https://www.brink4u.com/2017/01/07/martin-luther-aus-liebe-zur-wahrheit</li>
<li><strong>Ryrie-Studienbibel</strong>:<br />
https://www.brink4u.com/artikel/bucher/ryrie-studienbibel/</li>
<li><strong>C. Tischendorf</strong>: Alexander Schick, &#8220;Tischendorf und die älteste Bibel der Welt&#8221;<br />
https://www.brink4u.com/artikel/bucher/schick-alexander-tischendorf-und-die-aelteste-bibel-der-welt/</li>
</ul>
<p>vgl. die &#8220;neuen Buchhinweise&#8221; vom 17.09.2016:</p>
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="3eTWpGdLP9"><p><a href="https://www.brink4u.com/2016/09/17/neue-buchinweise/">neue Buchhinweise</a></p></blockquote>
<p><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;neue Buchhinweise&#8220; &#8212; brink4u" src="https://www.brink4u.com/2016/09/17/neue-buchinweise/embed/#?secret=pj3AS5qmeP#?secret=3eTWpGdLP9" data-secret="3eTWpGdLP9" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
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		<item>
		<title>Martin Luther &#8211; Aus Liebe zur Wahrheit</title>
		<link>https://www.brink4u.com/2017/01/07/martin-luther-aus-liebe-zur-wahrheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[brink4u]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Jan 2017 09:21:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Buchbesprechung]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[Kirchengeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Luther]]></category>
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					<description><![CDATA[Berthold Schwarz (Hrsg.): Martin Luther &#8211; Aus Liebe zur Wahrheit: Die bleibende Bedeutung der Anliegen des Reformators für heute Dillenburg u. Nürnberg, CV u. VTR, 2016, 504 Seiten Erscheinungsdatum: 20.12.2016 Artikelnummer: 271361000,ISBN: 9783863533618 eine interessante Kooperation der beiden Verlage CVD und VTR: Der Herausgeber schreibt: Wer sich also für das Lutherjahr 2017 über Luthers Thesenanschlag &#8230; <a href="https://www.brink4u.com/2017/01/07/martin-luther-aus-liebe-zur-wahrheit/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Martin Luther &#8211; Aus Liebe zur Wahrheit</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Berthold Schwarz</strong> (Hrsg.): <a href="http://amzn.to/2iIhvWr" target="_blank"><em>Martin Luther &#8211; Aus Liebe zur Wahrheit: Die bleibende Bedeutung der Anliegen des Reformators für heute</em></a></p>
<ul>
<li>Dillenburg u. Nürnberg, CV u. VTR, 2016, 504 Seiten</li>
<li>Erscheinungsdatum: 20.12.2016</li>
<li>Artikelnummer: 271361000,ISBN: 9783863533618</li>
<li>eine interessante Kooperation der beiden Verlage CVD und VTR:</li>
</ul>
<p><strong>Der Herausgeber schreibt:</strong></p>
<p><em><span id="fbPhotoSnowliftContext" class="fbPhotosPhotoContext"></span><span id="fbPhotoSnowliftCaption" class="fbPhotosPhotoCaption"><span class="hasCaption">Wer sich also für das Lutherjahr 201</span></span></em><em><span id="fbPhotoSnowliftCaption" class="fbPhotosPhotoCaption"><span class="hasCaption"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="6031" data-permalink="https://www.brink4u.com/2017/01/07/martin-luther-aus-liebe-zur-wahrheit/berthold-schwarz/" data-orig-file="https://i0.wp.com/www.brink4u.com/wp-content/uploads/2017/01/berthold-schwarz.jpg?fit=2048%2C1360&amp;ssl=1" data-orig-size="2048,1360" data-comments-opened="0" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="berthold-schwarz" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/www.brink4u.com/wp-content/uploads/2017/01/berthold-schwarz.jpg?fit=200%2C133&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/www.brink4u.com/wp-content/uploads/2017/01/berthold-schwarz.jpg?fit=700%2C465&amp;ssl=1" class="  wp-image-6031 alignright" src="https://i0.wp.com/www.brink4u.com/wp-content/uploads/2017/01/berthold-schwarz.jpg?resize=298%2C198&#038;ssl=1" alt="Berthold Schwarz.jpg" width="298" height="198" /></span></span></em><em><span id="fbPhotoSnowliftCaption" class="fbPhotosPhotoCaption"><span class="hasCaption">7 über Luthers Thesen</span></span></em><em><span id="fbPhotoSnowliftCaption" class="fbPhotosPhotoCaption"><span class="hasCaption">anschlag und </span></span></em><em><span id="fbPhotoSnowliftCaption" class="fbPhotosPhotoCaption"><span class="hasCaption">se</span></span></em><em><span id="fbPhotoSnowliftCaption" class="fbPhotosPhotoCaption"><span class="hasCaption">ine Auffassungen kundig machen möchte, ohne dafür viele umfangreiche </span></span></em><em><span id="fbPhotoSnowliftCaption" class="fbPhotosPhotoCaption"><span class="hasCaption">Sachbücher wälzen zu wol</span></span></em><em><span id="fbPhotoSnowliftCaption" class="fbPhotosPhotoCaption"><span class="hasCaption">len, findet in &#8220;unserem&#8221; Lutherbuch &#8220;Aus Liebe zur Wahrheit&#8221; einen guten Einstieg. Viel Freude und Lesevergnügen bei der Lektüre und gute Impulse zum Nachdenken, was Gottes Wirken in der Reformation vor 500 Jahren uns heute zu sagen hat.</span></span></em></p>
<p><span id="more-6013"></span></p>
<p><strong>Der Verlag schreibt:</strong></p>
<blockquote><p><em>Martin Luther hat bereits zu seinen Lebzeiten polarisiert. Die einen waren fasziniert von ihm und von der Wiederentdeckung des biblischen Evangeliums von der Gnade. Sie ließen sich von ihm zu neuer Christus- und Glaubenstreue einladen. Die Entdeckung der Bibel als Lebens- und Glaubensbuch sowie die anbetende Anschauung des Gekreuzigten faszinierte viele. Andere waren ihm weniger wohlgesonnen. Sie wünschten ihm die Pest an den Hals, weil er mit seinen an der Bibel orientierten „Reformen&#8221; ganz Europa in Aufruhr versetzte und die gewo<img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignright" title="51+cQ1yL5QL._SX327_BO1,204,203,200_.jpg" src="https://i0.wp.com/theoblog.de/wp-content/uploads/2017/01/51cQ1yL5QL._SX327_BO1204203200_.jpg?resize=225%2C342" alt="51+cQ1yL5QL SX327 BO1 204 203 200" width="225" height="342" border="0" />hnten Ordnungen von Kirche und Obrigkeit zu gefährden drohte.</em></p>
<p><em>Luther selbst blieb zeitlebens der „Liebe zur Wahrheit&#8221; verpflichtet, so wie er sie verstand. Was diese Liebe zur Wahrheit bei ihm bedeutete, das will dieses Buch 500 Jahre nach dem Bekanntwerden der 95 Thesen gegen den Ablasshandel im Jahre 1517 in Erinnerung rufen und auf die eine und die andere Weise neu zur Sprache bringen.</em></p>
<p><em>22 Autoren haben in unterschiedlich gewichteten Beiträgen die Vielfalt der Gedanken Luthers zur Reform der Kirche „an Haupt und Gliedern&#8221; oder Aspekte ihrer Wirkungsgeschichte ausformuliert. Dadurch können auch heute wieder interessierte Christen Luthers Bemühungen um ein an Christus (solus Christus), an der Bibel (Sola scriptura), an der Gnade (sola gratia) und am Glauben (sola fide) orientiertes Christenleben erstmals oder vertieft kennenlernen, und dabei auch wahrnehmen, was es in der Konsequenz heißen kann, zur Ehre Gottes zu leben (soli Deo gloria). Deshalb ist das Buch auch in diese fünf Kategorien nach den „sola-Begriffen&#8221; unterteilt, die klassisch das reformatorische Erbe zusammenfassen. Diesen Oberbegriffen sind die Einzelbeiträge thematisch zugeordnet &#8230;</em></p>
<p><em>Die Erinnerung an Luthers „Liebe zur Wahrheit“ auf unterschiedlichen Gebieten, zu unterschiedlichen Themen, geschieht letztlich im Sinne von „alles zur Ehre Gottes“, des Gottes, der diesen unscheinbaren Mönch zu einem mächtigen Werkzeug in der Verkündigung seines Wortes und in der Reformation seiner christlichen Kirche auserkoren hat. Es ging und geht ja dabei stets zuerst um Gott und seine Sache, erst danach um Martin Luther, einem seiner fehlerhaften und doch treuen Mitarbeiter. Luther selbst lehnte es bekanntlich vehement ab, als Christen seiner Zeit sich nach ihm „Lutheraner“ nennen wollten: „Wie keme ich armer stinckender madensack datzu, das man die kynder Christi solt mit meynem heyloszen namen nennen?“ In diesem Sinn, Ihnen allen eine spannende und dabei Mut machende Lektüre.</em></p></blockquote>
<p><strong>Als Autoren haben mitgewirkt:</strong> Michael Kotsch, Gottfried Hermann, Reiner Andreas Neuschäfer, Berthold Schwarz, Karl-Heinz Vanheiden, Armin Wenz, Reinhard Slenczka, Friedhelm Jung, Helge Stadelmann, Ron Kubsch, Bernhard Kaiser, Uwe Siemon-Netto, Daniel Facius, Thomas Jeising, Rolf Sons, Jan van de Kamp, Ulrike Treusch, Christian Lehmann, Ralf-Thomas Klein, Joachim Kummer, Walter Hilbrands, Christian Hermann.</p>
<ul>
<li>Ein <strong>Inhaltsverzeichnis</strong> kann runtergeladen: <a title="IHVZ_luther_schwarz.pdf" href="http://theoblog.de/wp-content/uploads/2017/01/IHVZ_luther_schwarz.pdf">IHVZ_luther_schwarz.pdf</a>.</li>
<li>ein &#8220;<strong>teaser</strong>&#8221; (Video) findet sich auf: https://www.youtube.com/watch?v=mXf9B8Zv7_8</li>
<li><strong>vgl</strong>.: http://theoblog.de/martin-luther-aus-liebe-zur-wahrheit/29249/</li>
</ul>
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		<title>Vom Umsturz einer Weltordnung</title>
		<link>https://www.brink4u.com/2016/09/22/vom-umsturz-einer-weltordnung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katharina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Sep 2016 11:57:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Erasmus]]></category>
		<category><![CDATA[Frühe Neuzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Luther]]></category>
		<category><![CDATA[Reformation]]></category>
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					<description><![CDATA[2006 war ich zum ersten Mal in Basel. Ausgerechnet hier im Basler Münster, einem protestantischen Gotteshaus, befindet sich das Grab von Erasmus von Rotterdam. Als katholischer Priester, Gelehrter und Humanist ist er die Verkörperung dessen, was seine zeitgenössischen Reformatoren ablehnen und bekämpfen. Er aber ist ein scharfer Kritiker sowohl der Auswüchse der Reformationsbewegung als auch &#8230; <a href="https://www.brink4u.com/2016/09/22/vom-umsturz-einer-weltordnung/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Vom Umsturz einer Weltordnung</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="attachment_4524" aria-describedby="caption-attachment-4524" style="width: 1199px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="4524" data-permalink="https://www.brink4u.com/2016/09/22/vom-umsturz-einer-weltordnung/baslermunsterepitaph2016/" data-orig-file="https://i0.wp.com/www.brink4u.com/wp-content/uploads/2016/09/baslermc3bcnsterepitaph2016.jpg?fit=1199%2C1062&amp;ssl=1" data-orig-size="1199,1062" data-comments-opened="0" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;1.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;LG-H815&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1474027577&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.42&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;50&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.00057012542759407&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="baslermunsterepitaph2016" data-image-description="" data-image-caption="&lt;p&gt;Das Basler Münster, Südseite vom Kreuzgang aus gesehen (rechts). Erasmus Epitaph (links).&lt;/p&gt;
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<p>2006 war ich zum ersten Mal in Basel. Ausgerechnet hier im Basler Münster, einem protestantischen Gotteshaus, befindet sich das Grab von Erasmus von Rotterdam. Als katholischer Priester, Gelehrter und Humanist ist er die Verkörperung dessen, was seine zeitgenössischen Reformatoren ablehnen und bekämpfen. Er aber ist ein scharfer Kritiker sowohl der Auswüchse der Reformationsbewegung als auch der Missstände der römisch-katholischen Kirche. An irgendeinem Zeitpunkt in seinem Leben fasste Erasmus den Entschluss, Griechisch zu lernen und die bis dahin für Jahrhunderte als einzig gültig angesehene Bibelübersetzung zu revidieren. Vor 500 Jahren erscheint seine revidierte Fassung. Wer dieses Jahr nach <a href="http://www.erasmusmmxvi.ch" target="_blank">Basel</a> fährt, bekommt zur Feier dieses Jubiläums einen kleinen Einblick in diese Kulturepoche, die auch ich jetzt sehr selektiv und kurz teilen will.</p>
<p><span id="more-4231"></span></p>
<p>Vor 500 Jahren also war Erasmus um die 50 Jahre alt, Luther zählte 33 und Kopernikus 43. Gar nicht so unpassend unternahm ein Freund (ebenfalls in 2006) eine Polen-Tschechien-Reise und fotografierte in der Jagiellonischen Bibliothek in Krakau die aufgeschlagene Seite in der Kopernikusschrift <em>De Revolutionibus</em>. Die Erstausgabe erschien 1543 in Nürnberg. Ein Jahrhundert zuvor fiel Konstantinopel an das Osmanische Reich (1453), nun wendet es sich gegen Europa und bald stehen die Türken vor Wien. Es ist der Beginn des 16. Jahrhunderts, das Zeitalter der reformatorischen und der kopernikanischen Wende. Diese Umbrüche haben die ganze Welt umgestaltet, ähnlich der Entdeckung Amerikas (1492) und der Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern (1455 Druck der <em>Gutenbergbibel</em>). Niemand hat es posaunen gehört und es ging kein Ruf durch die Straßen „Eine neue Zeit hat begonnen!“. Die Feststellung, dass ein großer Wandel stattfand, folgte Jahrhunderte später.</p>
<p>Columbus war nicht der erste Entdecker Amerikas, der Islam war schon mal in Europa eingedrungen und muslimische Truppen hatten die Iberische Halbinsel und Sizilien erobert und besetzt. Das heliozentrische Weltbild wurde schon vor Kopernikus vertreten, kirchliche Reformbewegungen und vollständige und teilweise Übersetzungen der Bibel in europäische Landessprachen gab es schon vor Luther.<br />
Was war jetzt anders? Diese Vorgänge nehmen einen Verlauf, der bisher nicht erreichte gesellschaftliche und politische Begleit- und Folgeerscheinungen entwickelt. Nach und nach erfassen sie sämtliche Bereiche des Lebens – nicht nur einer politischen, religiösen oder gelehrten Elite, sondern der gesamten Bevölkerung – und breiten sich in ganz Europa aus, und mit der Kolonisation bis auf die wieder-entdeckten Kontinente. Einmal wurden, bildlich gesprochen, Himmel und Erde erschüttert und inmitten der Trümmer hatte man bereits begonnen Neues zu bauen.</p>
<p>Bücher werden gedruckt und von immer mehr Menschen gelesen. Der gregorianische Kalender wird eingeführt, das Rechnen mit arabischen Zahlen statt mit römischen. Ein Brillenmacher entwickelt das Fernrohr; ein Astronom baut es für seine Zwecke geeignet nach und richtet es in den Himmel. Die rationale Verständlichkeit der Phänomene im Universum und die Erforschbarkeit der Natur wird begründet. Der Islam droht in das Abendland einzudringen, während die Vertreter des Christentums gespalten und im Krieg gegeneinander sind. In der neuen Welt begehen die europäischen Eroberer furchtbare Greueltaten an den amerikanischen Ureinwohnern. Für den überwiegenden Teil der europäischen Bevölkerung ist das Leben durch Pestepidemien, permanenter Unterernährung, kriegerische Auseinandersetzungen, Enteignung und Vertreibung gekennzeichnet. Schließlich wird der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) schätzungsweise jedem Dritten das Leben kosten.</p>
<p>In der Philosophie schreibt man die Epoche des Humanismus, der einen entscheidenden Impuls durch den Fall von Byzanz erfährt. Als philosophische Strömung ist er keine Neuerscheinung als vielmehr eine Wiederbelebung des klassischen antiken Humanismus, jetzt allerdings mit christlich-mittelalterlichen Akzenten. Das Byzantinische Reich war einst eine führende christliche Macht im Osten. Nachdem es von den Türken erobert und zur Hauptstadt des Osmanischen Reiches erklärt worden war – nunmehr also unter dem Diktat des Islam stand, – wandern viele byzantinische Gelehrte nach Italien aus und führen antike Schriften, die im westlichen römischen Reich „begraben und vergessen“ sind, sozusagen in ihrem Gepäck mit und machen das Abendland mit ihren Ideen und Traditionen bekannt. Der Buchdruck ermöglicht eine rasche Vervielfältigung und Verbreitung dieser Werke.</p>
<p>Klassische Texte der Antike werden in ihren Originalsprachen lateinisch, griechisch, hebräisch und aramäisch, heraus gegeben, darunter auch mehrsprachige Editionen, die zum Sprachstudium und zur Textkritik anregen. Varianten der alten christlichen und jüdischen Schriften, der alexandrinischen Gelehrten, der griechischen und römischen Philosophen und Dichter werden eifrig studiert und miteinander verglichen. Die neu erworbene Kenntnis dieser Sprachen, besonders der griechischen, und das Schriftstudium, führen zu einer regen Übersetzungstätigkeit und unzähligen Neueditionen, Revisionen und Kommentaren alter Texte.<br />
Ein herausragendes Werk ist die <em>Complutensische Polyglotte</em>, eine vollständige Bibel mit parallel laufendem Text in den ursprünglichen Sprachen nebst der gebräuchlichen lateinischen <em>Vulgata</em>, die um 400 n.Chr. entstand. Der spanische Kardinal und Erzbischof von Toledo Ximénes engagiert für diese Arbeit die wohl am besten ausgebildeten Experten seiner Zeit. Fünfzehn Jahre dauert das Projekt (1502-1517), die Erscheinung wird weitere fünf Jahre hinausgezögert. So geschieht es, dass im Jahr 1516 in Basel Erasmus‘ <em><a href="http://www.csntm.org/PrintedBook/ViewBook/ErasmusNovumInstrumentum" target="_blank">Novum Instrumentum omne</a></em> unter den Bibelrevisionen das Rennen macht. Erasmus nutzt für seine Ausgabe, die einen überarbeiteten und kommentierten lateinischen Bibeltext enthält und dem er schließlich das Neue Testament in Griechisch beifügt, den relativ spät datierten byzantinischen Reichstext, der mit den Auswanderern der christlichen Kirchen aus Konstantinopel in den Westen gelangt. Hiermit beginnt die Texttradition des <em>Textus Receptus</em>.<br />
Ausgehend von seiner zweiten und verbesserten Auflage von 1519 erscheinen eine ganze Reihe von Bibelübersetzungen. Luthers <em>Septembertestament</em> entsteht innerhalb weniger Monate auf der Wartburg und kommt 1522 heraus. Dem Oxford-Gelehrten und Priester William Tyndale gelingt es 1525 in Hamburg 3000 Exemplare seiner englischen Übersetzung drucken zu lassen. 1526 kommt in Antwerpen die kommentierte Übersetzung von Jacob van Liesveldt heraus. Es folgen vollständige Bibelübersetzungen, korrigierte, überarbeitete und kommentierte Fassungen. Bedeutende textkritische Editionen, die auf den Arbeiten von Erasmus und der Complutensischen Polyglotte basieren, werden von Robert Estienne und Theodor Beza vorgelegt.<br />
Auf diese Weise werden letztlich <em>die Theologen von ihren philosophischen Haarspaltereien zur Kenntnis des Neuen Testaments zurück geführt</em> (Erasmus‘ Lebensleistung). Für das einfache Volk wird eine unmittelbare Begegnung mit der Heiligen Schrift überhaupt erst möglich (Luthers Verdienst).<br />
Die Bibelübersetzung und -revision geschieht gegen den Widerstand der römisch-katholischen Kirche. Mehrere Werke von Erasmus, darunter auch das Novum Instrumentum, werden auf dem Konziel von Trient auf den Index gesetzt. Viele Übersetzer und Kommentatoren kosten ihre Bemühungen das Leben. Die Kirche läuft Gefahr die Deutungshoheit der Heiligen Schrift zu verlieren.</p>
<p><figure id="attachment_4490" aria-describedby="caption-attachment-4490" style="width: 906px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="4490" data-permalink="https://www.brink4u.com/2016/09/22/vom-umsturz-einer-weltordnung/nto_iacobi/" data-orig-file="https://i0.wp.com/www.brink4u.com/wp-content/uploads/2016/09/nto_iacobi2.jpg?fit=906%2C563&amp;ssl=1" data-orig-size="906,563" data-comments-opened="0" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;1.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;LG-H815&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1474026033&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.42&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;50&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.016666666666667&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="nto_iacobi" data-image-description="" data-image-caption="&lt;p&gt;Erasmus&#8217; Novum Instrumentum omne markiert den Beginn der neutestamentlichen Textkritik, 1. Ausgabe von 1516 (Faksimile)&lt;/p&gt;
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<p>Der Einfluss der Kirche erstreckt sich fast über das gesamte wissenschaftliche und universitäre Bildungswesen, welches in einer teils entarteten Scholastik verfangen ist und sich an kirchlichen Doktrinen orientiert. Diese sind vom aristotelischen Korpus beeinflusst, der wiederum aus einer bestimmten theologischen Perspektive interpretiert wird. Die aus Kloster- und Domschulen hervorgegangen Universitäten verpassen wichtige naturwissenschaftliche Entwicklungen, weil sie sich nicht in das vorherrschende Verständnis unantastbarer Autoritäten einfügen. Wissenschaftler entwickeln ihre Ideen außerhalb des etablierten Universitätsbetriebes und verzichten teils auf Publikation ihrer Werke, um nicht in den Fokus der Inquisition zu geraten.<br />
Kritiker der scholastischen Tradition und humanistische Reformer der Wissenschaften, darunter Francis Bacon, Descartes und auch Erasmus, fordern eine Abkehr der Naturforschung von der Metaphysik, von Dogmen und der unkritischen Haltung gegenüber Meinungen von Autoritäten. Humanistische Universitäten, Akademien und Kollegs werden gegründet. Aus der Reformationsbewegung heraus gibt es Anregungen zur Neugestaltung des Schulwesens; protestantische Schulen entstehen.<br />
Es wird zunehmend in den europäischen Volkssprachen statt in der Wissenschaftssprache Latein publiziert und damit eine Verbreitung und Diskussion außerhalb des Gelehrtenkreises befördert. Zu den bisherigen Fakultäten Theologie, Medizin und Jurispudenz, kommen weitere Studiengänge hinzu. Die Mathematik wird aus ihrem Dasein als Hilfsmittel von Astronomen, Baustatikern und Kaufleuten zu einer eigenständigen Wissenschaft entwickelt.<br />
Im Zuge dieser Prozesse kommt es in England zur Gründung der <em>Royal Society</em>, die sich erklärtermaßen „nach niemandes Worten“ richten will, sondern auf die Beweiskraft des Experiments baut. Für die Wissenschaften gewinnen direkte Beobachtung, systematische Untersuchung und Durchführung von Experimenten an Bedeutung und werden gezielt weiter entwickelt. Die Erkenntniskraft von Mathematik und Experiment sind bis heute unbestritten – die Berufung auf Autoritäten dagegen eine Selbstverständlichkeit wie eh und je. Eine wissenschaftliche Arbeit, die ohne Zitate anerkannter Fachexperten auskommt, ist entweder das Werk eines Genies oder ein Plagiat.</p>
<p>Auf genauer Beobachtung der Himmelskörper mit dem Teleskop basieren auch die Entdeckungen der Astronomen und stützen das kopernikanische System als physikalische Realität und nicht bloß als mathematische Hypothese. Dieses tritt in Konkurrenz zum ptolemäischen (geozentrischen) Weltbild, das die Kirche gewaltsam aufrecht erhalten will. Gegen Galileo Galilei wird ein Inquisitionsverfahren eingeleitet. Der Wissenschaftler leugnet angesichts des Scheiterhaufens. Er wird zum Hausarrest verurteilt, in seiner Forschungstätigkeit eingeschränkt und darf fortan nicht mehr unterrichten. Erst Papst Johannes Paul II. revidierte das Urteil der römischen Inquisition.</p>
<p>Ein anderer war vor Galilei von einer Wahrheit ergriffen, die mit einem menschlichen Organ oder Instrument nicht erfasst werden kann. Luther widerrief nicht, als sie sein Leben gefährdete. Gegen ihn wird der päpstliche Bann ausgesprochen, dem Karl V. wenige Monate später die kaiserliche Acht hinzufügt (1521). Luther hat eine Zuflucht, die ihn vor der Vollstreckung des Urteils schützt. Die Hoffnung auf eine innerkirchliche Reform (sein Sendbrief an Papst Leo X. kann als letzter Versuch in diese Richtung gelten) ist endgültig geschwunden. Stattdessen wird unwiderruflich ein mannigfaltiger Wandlungsprozess in Gang gesetzt, der das gesamte gesellschaftliche Leben und politische Machtgefüge in Europa umgestalten wird.</p>
<p>Vom Auftretens Luthers an (Oktober 1517 Veröffentlichung der <em>Thesen über den Ablasshandel</em>) breitet sich die Reformationswelle vom Zentrum Europas in verschiedenen Phasen und vielschichtigen Ausprägungen binnen weniger Jahrzehnte in ganz Nord- und Westeuropa aus. Anhänger seiner Lehren – und solche, die nur seinen Namen benutzen, um ihre Interessen durchzusetzen – sind in großen Teilen Deutschlands und in Skandinavien einflussreich. Zu den Unterströmungen der Reformationsbewegung gehören die Hugenotten in Frankreich, die Calvinisten in der Schweiz, die norddeutsch-niederländischen Mennoniten, in England und Schottland treten die Puritaner parallel zum Anglikanismus auf. Auch innerhalb der katholischen Kirche beginnt ein Erneuerungsprozess, der sich u.a. darin niederschlägt, dass neue Orden gegründet werden, um durch die Reformation erfasste Gläubige wieder zu gewinnen und die Neue Welt zu missionieren.</p>
<p>Das heliozentrische System setzt sich erst langsam durch und wird begleitet von einem wieder entdeckten und bis zur Überspitzung „Dass nichts gewusst wird“ gesteigerten antiken Skeptizismus. Der Rückzug auf diese Position ist angesichts der instabilen, verwirrenden Verhältnisse und der weitreichenden religiösen und wissenschaftlichen Umbrüche verständlich. Zudem legt die Art und Weise wie die Meinungsverschiedenheiten ausgetragen werden, nahe, skeptisch gegenüber allen Parteien zu sein. René Descartes setzt sich methodisch mit der skeptischen Sicht auseinander und stellt als Ausgangspunkt seiner Erkenntnisphilosophie fest, dass das Wissen um die eigene Existenz über jeden Zweifel erhaben ist. In der Folge geben seine Überlegungen Anstoß zur Entwicklung philosophischer Strömungen, die mit den christlichen Elementen einen Bruch vollziehen und aus einem mechanistischen Fortschrittsglauben heraus ein rationalistisches Welt- und Menschenbild formulieren.</p>
<p>Die Aufarbeitung der Antike, eingehende Naturbeobachtung, naturwissenschaftliche und mathematische Erkenntnisse und technische Entwicklungen beginnen das Bildungswesen zu prägen und rücken den Menschen in ein neues Verhältnis zur Natur und im weitesten Sinne zu Gott. Seine Selbstwahrnehmung gewinnt nach einem christlich rückgebundenem antik-hellenistischem Vorbild neue Gestalt. Dem Menschen wird als irdisches und historisches Individuum und besonderer Teil der Schöpfung Gottes sein Eigenwert zuerkannt und in Kunst und Musik Ausdruck verliehen. Maler und Bildhauer streben nach Vollkommenheit in naturgetreuer Abbildung des Menschen. Komponisten bemühen sich um Verständlichkeit des gesungenen Textes, der in der mehrstimmigen polyphonen Stimmführung verdeckt wurde. Die Suche nach Harmonie und Schönheit treibt Naturforscher und Mathematiker in ihrer Arbeit. Das trifft in besonderer Weise auf Johannes Kepler zu, der, wie Goethe schreibt, <em>das Wahre anerkennt, </em><em>nur Gott und die Natur, nicht aber sich selbst zu ehren scheint</em>. Was gibt es für einen Astronomen und pythagoräischen Mystiker Formvollendeteres als die Vorstellung eines Kreises, auf dem ein Planet seine Umlaufbahn vollzieht? Allein die Berechnungen aufgrund der Datenlage und die geometrische Analyse ergeben ein anderes Bild. Als ob es nicht genügte, die Erde aus ihrer zentralen Stellung im Kosmos zu verweisen, behauptet der deutsche Wissenschaftler, dass die Planeten sich auf elliptischen Bahnen bewegen. Kepler war bereit, entgegen der anfänglich eigenen Überzeugung, die Kreisbahnen zu verwerfen. Er versucht seine Entdeckungen mit der Bibel zu versöhnen, was seine protestantischen Vorgesetzten ablehnen. Selbst Galilei hält zeitlebens an den kopernikanischen <em>Kreisbewegungen der Himmelsbahnen</em> fest und weist Keplers Ergebnisse ab. Es liegt eine gewisse Ironie darin, dass auch in Tycho de Brahes Weltmodell, die Sonne um die Erde und die anderen Planeten um die Sonne kreisen. Er war es schließlich, der den Himmel beobachtete und in großem Umfang Daten sammelte, auf deren Grundlage Kepler seine Berechnungen anstellte und schließlich die Planetengesetze formulierte (1609 <em>Neue </em><em>Astronomie</em>, 1619 <em>Fünf Bücher der Weltharmonie</em>).<br />
Ich stelle mir vor, wie Kepler sich im stillen Kämmerlein auf den Spuren seines genialen Schöpfers in unaussprechlicher Weise seiner Entdeckungen erfreut – ähnlich wie vielleicht einst Luther, als ihm die Gnade Gottes in Römer 1,17 aufleuchtete. Er schöpft aus einer Quelle, die ihm Grund gibt, beharrlich und unbeirrt, gegen Widerstände und Widersprüche, mit dem Vorwurf der Ketzerei und Dummköpfigkeit in seiner Arbeit fortzufahren. An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass es Kepler gelungen war, mit Hilfe der Gesetzmäßigkeiten, die er entdeckte und mathematisch ausformulierte, den <a href="http://www.wallhaeusser.de/manate/venustransit/" target="_blank">Venustransit</a> genau voraus zu berechnen. Das war zu der damaligen Zeit schon etwas sehr Besonderes und kann uns auch heute noch in Erstaunen versetzen – die Tatsache, dass mit Stift und Papier und in der Sprache der Mathematik sich Vorgänge voraus berechnen lassen, die sich in der Realität tatsächlich ereignen und doch in ihrer Gesamtheit vom Menschen nicht erfasst werden können.<br />
Lange bevor es dazu kommt, kommentiert Kopernikus die Bestrebungen einer Kalenderreform (diese war notwendig, um die Feiertage im Kirchenjahr genauer bestimmen zu können), man müsse zuvor die astronomische Theorie berichtigen. Aus heutiger Sicht gehört schon Humor dazu, die Zertrümmerung eines Weltbildes als Korrektur zu bezeichnen. Kopernikus sprach es damals wohl eher mit nüchterner Gelehrsamkeit aus.</p>
<p><figure id="attachment_4320" aria-describedby="caption-attachment-4320" style="width: 597px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="4320" data-permalink="https://www.brink4u.com/2016/09/22/vom-umsturz-einer-weltordnung/kopernikusrevolutionibushandschrift/" data-orig-file="https://i0.wp.com/www.brink4u.com/wp-content/uploads/2016/09/kopernikusrevolutionibushandschrift.jpg?fit=597%2C456&amp;ssl=1" data-orig-size="597,456" data-comments-opened="0" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="kopernikusrevolutionibushandschrift" data-image-description="&lt;p&gt;eigene Fotografie, 2006&lt;/p&gt;
" data-image-caption="&lt;p&gt;Kopernikus&#8217; De revolutionibus orbium coelestium (Faksimile) &#8211; eines der bedeutendsten Werke der eurpäischen Kulturgeschichte.&lt;/p&gt;
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<p>Die Kontinuität des christlichen Gedankenguts im Renaissancehumanismus zeigt sich auch in der Kunst, die ebenso christlich wie säkular ist. Raffaels Motive sind geprägt von der Idee der Versöhnung von Religion und Philosophie, Christentum und Antike, Kirche und Staat. Albrecht Dürer und Lucas Cranach stehen mit reformierten Kreisen in engem Kontakt. Cranach stellt seine Malerei in den Dienst der Reformation und der anti-päpstlichen Propaganda.  Dürers Werke lassen sich als humanistische oder reformatorische Zeitkritik deuten. Die Offenbarung in Luthers Septembertestament bebildert Cranach mit 21 Holzschnitten nach Dürers Vorbild. Der letzte Kupferstich Dürers stellt Erasmus von Rotterdam dar. Und noch einen Namen muss ich allein schon deswegen nennen, um diese Zeilen mit ihm zu schmücken, aber nicht annähernd so wie seine Gemälde die Wände von Museen. In Leonardo da Vinci ist der Rennaisancehumanismus lebendig in Erscheinung getreten. Künstler und Naturwissenschaftler, Ingenieur und Dichter verschmelzen bei ihm in einer Person, <em>sodass es oft schwer fällt zu sagen, ob eine seiner Zeichnungen von größerer Bedeutung für die Kunst oder für die Wissenschaft ist</em>.</p>
<p>Nicht aus einen Marmorblock gehauen und nicht mit einem Pinsel auf Leinwand gemalt, aber ebenso meisterhaft in den Worten eines Philosophen ausgedrückt ist Pico della Mirandolas <em>Rede über die Würde des Menschen</em>. Die Würde und Freiheit des Menschen verankert er von seiner Erschaffung an in seiner Gottesebenbildlichkeit. <em>Es stehe ihm frei, auf die unterste Stufe der Tierwelt herab zu sinken oder sich zu den höchsten Sphären der Gottheit zu erheben</em>. Die Perspektive wechselt von der Betonung der Hinfälligkeit und Verlorenheit des sündigen Menschen hin zur Betonung seiner – verglichen mit anderen Geschöpfen – herausragenden Größe und seiner individuellen Möglichkeiten und von Gott verliehenen  Fähigkeiten zur Entfaltung als sein eigener Werkmeister und Bildner. Das neue Selbstbewußtsein des Menschen und die Rückbesinnung auf sein irdisches Dasein tritt in Kontrast zur im Mittelalter zugespitzten Ausrichtung auf das Jenseits und Betonung des Diesseitigen als trostlose Durchgangsstation. Nach der neuen – oder eher wieder belebten – Auffassung ist der Mensch geschaffen, das irdische Leben wert zu schätzen und zu genießen. Aus purer Freude am Naturerlebnis und der Sinneserfahrung besteigt er einen Berggipfel (das tat Petrarca) oder erhebt seinen Geist in astronomische Höhen – denn gibt es eine größere Berufung als die Wunderwerke des Schöpfers im Universum erforschen und zu preisen (wie Kepler es tat)?<br />
Die Leitlinien der humanistischen Bildung, dass die persönlichen Fähigkeiten und Anlagen des Menschen zur Entfaltung gebracht sollen und jeder wert ist nach seiner Neigung und seinen Begabungen gefördert zu werden, finden hier ihre Vorläufer.<br />
So sehr uns dieses neue Menschenbild schmeichelt, bleibt es doch nicht unkontrovers. Einen anderen Charakter hat die von Luther proklamierte <em>Freiheit eines Christenmenschen</em> und seine individuelle Verantwortung vor Gott, die sich sowohl von der humanistischen als auch von der römisch-katholischen Sicht abgrenzt. Es ist eine von Gott geschenkte, nicht durch menschliches Können und Bemühen errungene Freiheit eines jeden Gläubigen vor Gott zu treten, ohne dass die Kirche als Verwalterin der Gnade zwischen Gott und Mensch vermittelt. In der Geistesgeschichte entfacht zum wiederholten Mal eine Diskussion über die Freiheit des menschlichen Willens. Luther und Erasmus reiben sich an dieser Frage. Zunächst einander wohlwollend gesonnen, entzweit die Auseinandersetzung die beiden endgültig.</p>
<p>Einhergehend mit diesem geistigen Klima zeigt sich zum einen vereinzelt die Ablehnung von Veränderung durch Gewalt und die Forderung nach Versöhnung und mehr religiöser Toleranz der christlichen Glaubensgemeinschaften untereinander und gegenüber den Juden (u.a. Johannes Reuchlin, Kepler und Erasmus). Zum anderen ist schon eine Tendenz zur Überbetonung der menschlichen Vernunft erkennbar, die schließlich in ihre Vergötterung zur Zeit der Französischen Revolution umbricht, die das Ende dieser Epoche markiert.</p>
<p>Ganz im Gegensatz zum humanistischen Ideal und der Renaissanceausbildung, die er einst genoss, sind die Herrschaftsprinzipien Heinrichs des VIII. Als 9-jährigen trifft Erasmus den jungen Heinrich, mit dem er später Briefwechsel führt und der nach dem Bruch mit Rom Gründer und höchstes Oberhaupt der anglikanischen Kirche wird (1534). Der Absolutismus ist die charakteristische Staatsform der frühen Neuzeit. In Heinrichs Todesjahr setzt sich in Russland Ivan IV., der Schreckliche, auf den Zarenthron im gerade errichteten Kreml, dem heute ältesten Bauwerk Moskaus. In Österreich regieren die Habsburger, aus denen über 300 Jahre die deutschen Könige und römisch-deutschen Kaiser hervor gehen. Karl V. ist einer von ihnen. Der ehemalige Schüler von Erasmus ist gerade 21 Jahre alt und vor kurzem erst vom Papst zum Kaiser des Heiligen Römischen Reichs gekrönt worden, als Martin Luther in Worms vor ihm steht. Dieser kleine Mönch gefährdet die Einheit des habsburgischen Weltreichs, das unter Karls Herrschaft seine größte Ausdehnung erreicht. Hier aber ist etwas anderes für die Bestimmung der Größe entscheidend. In dem wie Luther <em>das Ganze vertreten und in seiner Persönlichkeit dargestellt hat</em>, diente er einem anderen. Mit den Worten des Basler Kulturhistorikers Jacob Burckhardt (die er nicht auf Luther bezogen hatte, sondern auf Alexander den Großen, der die hellenistische Kultur bis nach Asien trug) ausgedrückt: <em>Die Bestimmung der Größe scheint zu sein, dass sie</em><em> einen Willen vollzieht, der über das Individuelle hinaus geht, und der je nach Ausgangspunkt als der Wille Gottes, als </em><em>Wille einer Nation oder Gesamtheit, als Wille eines Zeitalters bezeichnet wird</em>.</p>
<p>Katharina Wallhäußer<br />
Im September 2016</p>
<p>Literaturhinweise:<br />
Kulturgeschichte der Physik, 2. Auflage 1995<br />
Der Große Ploetz, 32. Auflage 1999<br />
So entstand die Bibel, CLV 1992</p>
<p>Link auf den Artikel (gleicher Inhalt): https://www.brink4u.com/artikel/gesellschaft/vom-umsturz-einer-weltordnung/</p>
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		<title>Making of &#8230; &#8211; die große Hörbibel</title>
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		<pubDate>Fri, 31 Jul 2015 07:23:08 +0000</pubDate>
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<p id="title" class="a-size-large a-spacing-none" style="padding-left:30px;">Nämlich, wie die<strong> große Hörbibel</strong>, <span id="productTitle" class="a-size-large">nach Martin Luther: Gesamtausgabe (MP3-Version, http://www.amazon.de/Gro%C3%9Fe-H%C3%B6rBibel-nach-Martin-Luther/dp/3438018594) entstanden ist &#8230;:<br />
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<p>Spannend wie bekannte Schauspieler angesprochen sind durch das Lesen und Inszenieren des bloßen Bibeltextes. Bemerkenswert der Satz des Regisseurs, &#8220;Als ich Christ wurde &#8230;&#8221;; da erfüllten sich für ihn zwei Wünsche: die Narnia Chroniken zu vertonen und die (Luther-) Bibel zu imszenieren.</p>
<p>Immer noch auch für Leser anderer Übersetzungen sehr empfehlenswert!</p>
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